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Jinko „Sell on News“ trotz Rekordzahlen oder steckt mehr dahinter?

Nachrichtenquelle: Sharedeals
23.03.2019, 08:05  |  495   |   |   
Nach Bekanntgabe der Zahlen geht die Jinko Solar-Aktie (WKN: A0Q87R) am Freitag in den Tiefflug. An der NYSE verbilligen sich die Anteilsscheine um -12,60%. Neben den Q4-Zahlen, die unter den Erwartungen liegen, dürfte der Rückgang auch mit dem „Sell On News“-Effekt und dem schwachen Gesamtmarkt zusammenhängen.

Jinko meldet für 2018 einen Rekord bei den Auslieferungen von Solarmodulen, die 11,4 Gigawatt (GW) erreichten – trotzdem gibt es einen Umsatzrückgang! Im Abschlussquartal von 2018 zeigte Jinko wieder ein Umsatzwachstum. Für das laufende Jahr erwartet der chinesische Global Player eine weitere Steigerung der Solarmodulauslieferungen auf 14 bis 15 GW. Wie sind die Zahlen zu werten?

Jinkos Zahlen für 2018 im Überblick
Für das Gesamtjahr 2018 steht bei Jinko ein Umsatzrückgang von über -5% auf 3,6 Milliarden US-Dollar und das trotz steigender Solarmodulauslieferungen, die um +16% gegenüber 2017 auf 11,4 GW gestiegen sind. Der Gewinn pro Aktie liegt bei 1,52 US-Dollar, was 59,1 Millionen US-Dollar entspricht. Das ist mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr.

Zur Information: Jinko verbucht Verkäufe seiner Solarmodule als Umsatz, wenn die Lieferungen der Produkte an den Kunden stattgefunden hat und eine Einbringlichkeit der Einnahmen aller Wahrscheinlichkeit nach gesichert ist. Bei einem Auslandsgeschäft – Jinko macht rund zwei Drittel seiner Umsätze im Ausland (63% in 2017) – ist das der Fall, wenn das Produkt am Zielhafen angeliefert wurde.

Der durchschnittliche Verkaufspreis von Jinkos Solarmodulen ging 2018 erwartungsgemäß zurück. Allerdings lässt sich bei den Zahlen auch die Entwicklung herauslesen, dass die Kosten seitens Jinko reduziert wurden. Die Bruttomarge steigerte sich von 11,3% im Vorjahr auf 14,0% in 2018. Offenbar reicht das der Börse aber nicht.

Wie hart der Preiskampf war, zeigt auch Jinkos Betriebsgewinn für 2018 in Höhe von 94 Millionen US-Dollar – für einen Weltmarktführer einer allseits präsenten Industrie mutet das sehr wenig an. Damit machte Jinko aber immerhin doppelt so viel Gewinn auf betrieblicher Ebene wie noch 2017.

2019 will Jinko weiter wachsen
Jinkos CEO Chen gab folgenden Ausblick:

Angesichts der starken Erholung der weltweiten Nachfrage bleiben wir zuversichtlich in Hinsicht auf die Zukunftsaussichten unseres Geschäfts und erwarten, dass die Modulauslieferungen 2019 um rund 30% wachsen werden.

Infolge steigender Produktionskapazitäten rechnet Jinko im Jahresverlauf mit einer „weiteren Stärkung seiner Kostenvorteile“ gegenüber der Konkurrenz sowie einer Optimierung der Kostenstruktur.

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