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BMW mit neuer Prognose und Einsparplänen – das bedeutet es für die Aktie

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
23.03.2019, 09:05  |  462   |   |   

Es scheint, als würde die Aktie von BMW (WKN: 519000) weiterhin reichlich Gegenwind erfahren. Nachdem der Autobauer in Anbetracht schwächerer Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 erst neulich die Kürzung der eigenen Dividende bekannt geben musste, könnte es auch im neuen Börsenjahr nicht sonderlich besser laufen.

Zumindest deutet die gegenwärtige Prognose, die das BMW-Management unlängst bekannt gegeben hat, auf diesen Umstand hin. Werfen wir an dieser Stelle folglich einen Foolishen Blick auf die neue Prognose sowie die ebenfalls verkündeten Einsparpläne und überlegen, was dies eventuell für die Aktie des deutschen Autobauers bedeuten könnte.

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So sieht die neue Prognose aus

Wie wir seit einigen Tagen wissen, ist das vergangene Börsenjahr 2018 für den deutschen Autobauer durchaus turbulent gewesen. Unterm Strich verschlechterte sich das Konzernergebnis innerhalb der vergangenen zwölf Monate um 8,1 % auf lediglich noch 9,815 Mrd. Euro. Eine Entwicklung, die möglicherweise auch in den kommenden Monaten weitergehen könnte.

Wie BMW nämlich nun verkündete, rechne man auch für das aktuelle Geschäftsjahr erneut mit einem Gewinnrückgang. Die hohe Volatilität erschwere zwar eine klare Prognose, allerdings rechnet der deutsche Autobauer erneut damit, dass man den Zielwert bei der operativen Marge von 8 % verfehlen werde. Die derzeitige Prognose sieht für diesen Wert lediglich einen Zielkorridor von 6 bis 8 % vor, nach 7,2 % im vergangenen Jahr.

Wie BMW allerdings inzwischen ebenfalls verkündete, plane der Autobauer, sein bisheriges Sparprogramm erneut massiv auszudehnen. Zwischen den Jahren 2019 und 2022 möchte der DAX-Konzern zusätzlich 12 Mrd. Euro einsparen, wobei ein Großteil davon auf schlankeren Strukturen sowie schnellen Prozessen fußen soll. Ganz konkret sei so beispielsweise geplant, durch digitale Simulationen die Entwicklungsprozesse zu beschleunigen und um etwa ein Drittel zu kürzen. Durchaus ein spannendes Vorhaben, das dieser grundsätzlich negativen operativen Entwicklung zumindest ein kleines bisschen entgegenwirken könnte.

Wie die BMW-Aktie derzeit bewertet wird

Viele Investoren dürften sich nun allerdings fragen, was diese neuen Prognosen und Einsparpläne denn letztlich für die Aktie bedeutet, beziehungsweise ob dieser weitere Pessimismus möglicherweise bereits in den aktuellen Aktienkurs eingepreist sein könnte. Und um an dieser Stelle ein paar Antworten aus einem Foolishen Blickwinkel heraus zu bekommen, sollten wir einen genaueren Blick auf ein paar aktuelle, fundamentale Kennzahlen des Autobauers werfen.

Wie die aktuellen Geschäftszahlen des vergangenen Jahres offenbaren, kam der Autobauer im vergangenen Jahr auf ein Ergebnis je Aktie in Höhe von 10,82 Euro. Das entspricht bei einem derzeitigen Aktienkursniveau von 72,24 Euro einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp unter 7, was selbst nach dem schwächeren Geschäftsjahr 2018 durchaus preiswert bewertet sein könnte. Denn, zur Erinnerung, im starken Geschäftsjahr 2017 kam BMW auf ein Ergebnis in Höhe von 13,07 Euro je Anteilsschein, was wir durchaus als Indikator dafür werten können, dass das Zahlenwerk des Autobauers bereits erheblich gelitten hat.

Zudem bringt es die BMW-Aktie trotz der Dividendenkürzung von zuvor 4,00 Euro je Anteilsschein auf nunmehr 3,50 Euro je Aktie, bei dem derzeitigen Kursniveau noch immer auf eine attraktive und hohe Dividendenrendite von 4,84 %, was ebenfalls auf eine derzeitige fundamentale Unterbewertung hinweisen könnte.

Foolisher Schlussstrich

Wie wir daher insgesamt sehen können, scheint BMW weiterhin reichlich Gegenwind abzubekommen. Nach dem schwachen Geschäftsjahr 2018 könnte auch 2019 erneut ein Gewinneinbruch bevorstehen, zumindest deuten die aktuellen Prognosen des Konzerns genau darauf hin. Allerdings plant der Autobauer, hier mithilfe von starken, zukunftsträchtigen Einsparungen in Milliardenhöhe dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

Die Bewertung von BMW, die mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von lediglich knapp sieben,  sowie einer trotz Dividendenkürzung nach wie vor attraktiven Dividendenrendite von fast 5 % aufwarten kann, könnte selbst künftige schwächere Entwicklungen aber bereits eingepreist haben.

Wichtig dürfte unterm Strich daher sein, wie man als Investor die Zeit nach dem Jahr 2019 bewertet. Sofern man hier eher Chancen sieht, könnte das derzeitige Kursniveau durchaus attraktiv sein. Sollte man allerdings glauben, dass dem Autobauer auch in den kommenden Jahren noch weiteres Ungemach droht, könnte auch die aktuelle Bewertung noch zu hoch sein. Die finale Beurteilung der aktuellen Situation liegt daher, wie gewohnt, letztlich bei dir.

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