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3 Zahlen, die die Investoren in Marihuana-Aktien wissen sollten

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
24.03.2019, 08:00  |  1544   |   |   

Der Markt für legales Marihuana könnte in 15 Jahren 200 Mrd. US-Dollar betragen, laut dem Bier-, Wein- und Spirituosenriesen Constellation Brands (WKN:871918). Wenn diese Prognose annähernd richtig ist, dann könnten Marihuana-Aktien den Investoren eine Chance bieten, in einen Wachstumsmarkt zu investieren, der eines Tages mit Tabak oder Alkohol konkurrieren könnte.

Das Potenzial, Gewinne zu erzielen, ist enorm. Das bedeutet jedoch nicht, dass jedes Cannabis-Unternehmen ein Gewinner sein wird. Viele werden Verlierer sein, und mehr als ein paar könnten in Konkurs gehen. Um die Chancen zu verbessern, die richtigen Cannabis-Aktien auszuwählen, solltest du sicherstellen, dass du Folgendes weißt:

  • ob das Unternehmen eine solide finanzielle Basis hat.
  • ob die Marihuana-Produktion steigt.
  • ob der Produktmix stimmt.

Nr. 1: Finanzielle Feuerkraft

Kanadas Marihuana-Markt stellt eine großartige Marktchance für Cannabis-Unternehmen dar. Er ist jedoch nicht annähernd so groß wie die Vereinigten Staaten oder die wichtigen Märkte in Europa.

Die Ausgaben für Marihuana in Kanada belaufen sich laut Statistics Canada auf etwa 6 Mrd. CAD pro Jahr. Der US-Markt wird jedoch auf 50 Mrd. US-Dollar und die weltweiten Ausgaben werden nach Angaben der Vereinten Nationen auf 150 Mrd. US-Dollar pro Jahr geschätzt. Es liegt auf der Hand, dass es ein Segen sein wird, einen bedeutenden Anteil am kanadischen Markt zu erobern, während der neue Freizeitmarkt reift, aber es ist wichtiger, einen bedeutenden Anteil in Amerika und anderen Ländern zu gewinnen.

Die Unternehmen, die am meisten von der globalen Legalisierung profitieren dürften, sind wohl die Unternehmen mit der größten Reichweite. Daher ist es wichtig, die Veränderungen in der Bilanz dieser Unternehmen kontinuierlich zu verfolgen. Zur Erinnerung: Eine Bilanz ist ein Jahresabschluss, der die Vermögenswerte, Schulden und das Eigenkapital eines Unternehmens darstellt. Die Bewertung von Veränderungen bei Bargeld und Schulden kann besonders hilfreich sein, um sicherzustellen, dass du in erstklassige Unternehmen investierst, die auf dem wachsenden Markt für legales Cannabis profitabel agieren können.

So gehören beispielsweise die tiefsten Taschen der Branche zu Canopy Growth (WKN:A140QA). Im vergangenen Jahr erwarb Constellation Brands eine 38-prozentige Beteiligung an Canopy Growth für rund 4 Mrd. US-Dollar und damit erhielt das Unternehmen jede Menge Munition für Investitionen in neue Anlagen, Automation, Cannabis-Extraktionsanlagen, Produktentwicklung, klinische Forschungsstudien und vor allem neue Märkte. Canopy Growth hat begonnen, diese finanzielle Stärke zu nutzen, aber das Unternehmen hat immer noch den größten Teil des Geldes auf der hohen Kante. Im Dezember erwarb das Unternehmen das in Colorado ansässige Hanf-Unternehmen ebbu für 425 Mio. CAD, aber nur 25 Mio. CAD dieses Deals wurden in bar bezahlt. Der Rest wurde in Aktien bezahlt. Canopy Growth kündigte im Januar auch Pläne für Investitionen in einen noch zu errichtenden Hanf-Industriepark an. Dieses Projekt wird voraussichtlich nur 100 bis 150 Mio. US-Dollar kosten. Zum 31. Dezember verfügte Canopy Growth über mehr als 4,1 Mrd. CAD in bar, zuzüglich 799 Mio. CAD in Wertpapieren, sodass diese Investitionen seinen Kapitalbestand kaum belasteten.

Hier sind einige ausgewählte Bilanzpositionen von Canopy Growth.

Kennzahl    Stand 31.12.18 Stand 31.03.18
Bargeld 4.115.870 CAD 322.560 CAD
Marktgängige Wertpapiere 799.418 CAD 0 CAD
Kurzfristige Schulden 18.447 CAD 1.557 CAD
Langfristige Verbindlichkeiten 773.049 CAD 6.865 CAD

Datenquelle: vierteljährliche Unternehmensberichte. Zahlen in Tausend CAD.

Nr. 2: Cannabis-Produktion

Es ist verlockend, viel Zeit damit zu verbringen, die Spitzenwerte bei der Pot-Produktion zu betrachten, von denen Cannabis-Unternehmen immer sprechen. Die Investoren sollten sich jedoch daran erinnern, dass diese Prognosen nicht in Stein gemeißelt sind. Pläne können sich ändern, sodass es keine Garantie dafür gibt, dass ein Unternehmen, das die Produktionsprognose von heute 10.000 Kilogramm auf 100.000 Kilogramm oder mehr in der Zukunft erhöht, sein Versprechen auch tatsächlich einhält.

Die vierteljährliche Produktion ist ein besseres Maß, das man verfolgen kann. Insbesondere die Veränderungen bei den verkauften und geernteten Kilos sind entscheidend, denn das zeigt den Investoren, ob ein Unternehmen seine Wachstumsstrategie bereits so umsetzt, dass es den reifen kanadischen Markt und neue Möglichkeiten in anderen Ländern, wie beispielsweise in Deutschland oder den USA, optimal nutzen kann.

Zum Beispiel hat Aurora Cannabis (WKN:A12GS7) einen zweigleisigen Ansatz zur Erhöhung der Marihuana-Kapazität gewählt. Es war wohl das Pot-Unternehmen mit den meisten Übernahmen, das jedoch auch Geld in seine wichtigsten Anbaubetriebe, darunter Aurora Sky, investiert.

Dieser Ansatz erlaubte es Aurora, im vierten Quartal 2018 fast 7.000 Kilo Marihuana und äquivalente Produkte zu verkaufen, was einem Anstieg von 502 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Unternehmen produzierte im letzten Quartal auch 7.822 Kilo, ein Plus von 550 %, was Aurora in die Lage versetzt, in diesem Quartal zusätzliches Wachstum zu erzielen.

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