DAX-0,08 % EUR/USD+0,06 % Gold+0,35 % Öl (Brent)-1,07 %
DAX-Wochenplan: DAX zwischen FED-Ernüchterung und Brexit-Unsicherheit

DAX-Wochenplan DAX zwischen FED-Ernüchterung und Brexit-Unsicherheit

Gastautor: Andreas Mueller
24.03.2019, 11:32  |  7845   |   |   

Man kann die FED nicht für alles verantwortlich machen. Immerhin hat Europa auch hausgemachte Themen, wie den Brexit. Dennoch ist der Impuls durchaus nachhaltig, den wir uns nun hier im Chartbild genauer betrachten können.

Die Anleger im DAX wurden in der vergangenen Woche gut durchgeschüttelt. Emotional standen hierbei neue Verlaufshochs und zum Wochenausklang dann herbe Verluste an.

Nach dem Verfallstag am 15. März ordneten die Marktteilnehmer erst einmal ihre Bücher und Positionen und starteten verhalten in die neue Börsenwoche. Der dort ausgelöste Kaufimpuls wurde am Dienstag dann gleich noch einmal aufgegriffen. Mit 11.823 Punkten markierte der DAX ein neues Jahreshoch in 2019 und schickte sich an, die Aufwärtsbewegung weiter fortzusetzen. Doch diese Ambitionen verliefen bereits am Mittwoch im Sande. Schon vor der Sitzung der US-Notenbank FED wurde erneut die 11.600 erreicht und auch im Nachgang konnte sie nicht maßgeblich verlassen werden. Entsprechende DAX-Unterstützungen aus der Vorwochenanalyse wurde damit immer wieder angelaufen, doch am Ende alle gebrochen (Rückblick Chartbild):

DAX mit festem Hebel folgen [Anzeige]
Ich erwarte, dass der DAX steigt...
Ich erwarte, dass der DAX fällt...

Verantwortlich für diese Anzeige ist die Deutsche Bank AG. Die Wertpapierprospekte und Basisinformationsblätter zu diesen Produkten erhalten Sie über www.xmarkets.db.com.

 

 

Als ob die Wall Street dies geahnt hätte, waren die Kurse im Vorfeld dort bereits rückläufig. Der Dow Jones unterschritt die 26.000 und nahm daher wieder Abstand vom Ziel "Allzeithoch". So stellt es sich vor der Notenbanksitzung zum Dienstagabend dar:

 

Diesmal konnte die US-Notenbank nicht direkt unterstützen und damit den Markt inspirieren. Der sehr verhaltene Ausblick von Jerome Powell als Notenbankchef, keine ankekündigte Zinsanhebung in 2019 und zudem ein Anleihenprogramm war dann Anlass genug, am Donnerstag die Bären auf das Parkett zurückzurufen. Sie knüpften an das Minus vom Mittwoch an und schlugen am Ende der Woche noch einmal verstärkt zu. Ein ausschlaggebender Punkt war sicherlich markttechnisch der Bruch des Aufwärtstrends - hier im 4-Stundenchart deutlich zu sehen:

 

 

Aus zwischenzeitlichen Gewinnen bei 11.823 Punkten wurden somit vom Top aus betrachtet 500 Punkte abgegeben und ein Schlusskurs auf Wochentief erreicht. Dies stellt sich an den einzelnen Tagen wie folgt dar:

 

 

Es führte zu einem starken Anstieg der Volatilität, die man beim DAX am VDAX New ablesen kann und auch entsprechend im Wochenverlauf als Chartbild darstellen kann:

 

 

Optisch ist der Wochenverlauf im Deutschen Aktienindex damit negativ geprägt gewesen und abschliessend hier aufgezeigt:

 

 

Mit der Bewegung am Freitag wurde im Stundenchart eine markante Linie gebrochen. An der 11.400 fand er vormals mehrfach einen Boden, von dem aus er immer wieder nach oben starten konnten. Freitags gelang dies jedoch nicht. Ich spekulierte selbst auf einen Halt an diesem Punkt, hatte jedoch kurz darunter den Stopp auslösen müssen. So ging es vermutlich mehreren Tradern, was die Dynamik dann noch einmal zum Wochenschluss erklärt.

Im Stundenchart ist dies nun optisch dargestellt:

 

 

Die 11.320 bzw. der Bereich bis 11.270 kommt uns sicherlich noch bekannt vor und stellt im 4-Stundenchart, nach dem Verkaufssignal zur Wochenmitte, eine mögliche Unterstützung dar. Sie ist seit dem Jahresstart 2019 immer wieder Dreh- und Angelpunkt gewesen:

 

 

Aus meiner Sicht sollte sich der Markt hier erst einmal fangen und im Idealfall einen Pullback auf die vorherige Unterstützung bei 11.400 Punkten durchführen. Mein Idealszenario wäre somit erst einmal eine kurzfristige Erholung zum Level von 11.400 Punkten:

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Anzeige