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Wirtschaft / Finanzen JSR-Wochenrückblick KW 12-2019

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Gastautor: Jörg Schulte
25.03.2019, 03:38  |  4537   |   

Diese „Wette des Jahrhunderts“ begründen die Investmentprofis damit, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis eine neue Rezession über die Welt hereinbräche und sich ein Goldinvestment auszahle.

Das Hin und Her um den Brexit setzt sich fort, auch wenn der EU-Austritt zunächst einmal verschoben ist. Die EU und die britische Premierministerin Theresa May einigten sich Donnerstagnacht auf einen Kompromiss zur Verschiebung des Austritts vom 29. März auf frühestens 12. April. Sollte das britische Unterhaus dem ausgehandelten Abkommen in dieser Woche zustimmen, wird es am 22. Mai einen geregelten Austritt geben. Falls nicht, muss Großbritannien bis zum 12. April neue Vorschläge einbringen. Da das britische Unterhaus den aktuellen Vertrag allerdings bereits zwei Mal abgelehnt hat, bleibt es wieder einmal spannend.

 

Derweil scheint auch die FED zu kapitulieren und sieht für das laufende Jahr von weiteren Zinsschritten ab. Somit belässt die amerikanische Notenbank den Zins bei 2,25 bis 2,5 % und stellt frühestens im Jahr 2020 weitere Zinserhöhungen in Aussicht. Aber auch das halten Marktbeobachter für unwahrscheinlich, da man eine aufkommende Rezession sehe. Aus diesem Grund würden die Zinsen darum keinesfalls steigen, sondern eher wieder sinken. Das würde den Aktienmärkten zu weiteren Liquiditätszuflüssen verhelfen.

 

Analysten sehen Italien bereits in einer Rezession angekommen, und auch die Wachstumsprognosen für Deutschland wurden von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (‚OECD‘) wieder einkassiert. Derzeit rechnet die OECD für Deutschland nur noch mit einem Bruttoinlandsprodukt von 0,7 %, während im November 2018 noch 1,7 % ausgerufen worden waren.

 

Keine konkreten Neuigkeiten gibt es weiterhin im chinesischen Handelskonflikt mit den USA. Angeblich arbeite man hinter verschlossenen Türen konstruktiv zusammen. Die Mehrzahl der Marktbeobachter halten somit ein Platzen der angestrebten Deals für relativ unwahrscheinlich, zumal auch Trumps Töne gegenüber China aktuell deutlich versöhnlicher klingen.

 

Den Abkühlungstendenzen im Reich der Mitte steuert die chinesische Regierung in Zusammenarbeit mit der Zentralbank mit einer Lockerung der Geldpolitik entgegen. Um der vierten Abkühlung der Wirtschaft in den vergangenen fast 11 Jahren noch effektiver zu begegnen, soll zudem der Mindestreservesatz der Geschäftsbanken weiter gesenkt und steuerliche Anreize im Volumen von 2 Billionen Yuan geschaffen werden.

 

Bei dieser Nachrichtenlage wundert es dann nicht unbedingt, dass die Börsen sich nach den vorherigen Anstiegen erst einmal eine Verschnaufpause gönnten. Nachdem man bis zum Dienstag noch steigende Kurse beobachten konnte, ging es in der zweiten Wochenhälfte dann wieder deutlich abwärts, was die Indizes unter die Schlusskurse vom Freitag der Vorwoche drückte. Somit ging der DAX trotz eines am Dienstag markierten Zwischenhochs von mehr als 11.800 Punkten am Freitag mit 11.364 Punkten aus dem Handel, ein Minus gegenüber dem Schlusskurs der Vorwoche von rund 2,8 %. Federn lassen musste auch der Dow Jones, der am Freitag per Schlussglocke auf 25.502 Punkte kam. Gegenüber dem Schlusskurs der Vorwoche stand hier ein Minus von rund 1,4 % zu Buche. Im Gleichschritt mit den Börsen fiel auch das Konjunkturmetall Kupfer, das mit einem Schlusskurs von 6.314,- USD je Tonne auf Wochenbasis ebenfalls rund 1,5 % einbüßte.

 

Ganz neue Töne schlug ein Hedgefond in Bezug auf Gold an. Keine geringere als die Fondgesellschaft Crescat Capital LLC, die mit ihrem US-Hedgefonds Global Market eine Performance im vergangenen Jahr von 41 % erzielte, rät laut Bloomberg, Aktien zu verkaufen und Gold zu kaufen. Die aus ihrer Sicht „Wette des Jahrhunderts“ begründeten die Investmentprofis damit, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis eine neue Rezession über die Welt hereinbräche und die Aktienkurse purzeln ließe. Gold sei in solchen Phasen als „sicherer Hafen“ gefragt. Laut den Fondsmanagern könnte die Rezession sogar schon früher eintreten, als allgemein erwartet werde. Die Mehrheit der Analysten erwarte diese erst gegen Ende 2020 oder 2021. Im Hause Crescat Capital erkenne man aber Tendenzen, dass diese schon früher eintreten werde.

 

Und tatsächlich konnte sich der Goldpreis in der vergangenen Woche wieder stabil über der Marke von 1.300,- USD je Unze halten, und legte mit einem Schlusskurs von 1.313,- USD je Unze auf Wochenbasis sogar um 0,8 % zu. Ebenfalls um annähernd 1 % zulegen konnte auch der Silberpreis.

 

Spannende Meldungen gab es auch wieder von den Unternehmen, über die wir regelmäßig berichten. Die aus Radaktionssicht interessantesten Nachrichten finden Sie hier:

 

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Viele Grüße

Ihr

Jörg Schulte

 

 

 

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