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ROUNDUP Kreis erwägt Klage gegen Banken wegen Zinswetten - kein Beschluss

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
25.03.2019, 19:44  |  385   |   |   

TRIER (dpa-AFX) - Nach millionenschweren Verlusten bei Zinswetten erwägt der Landkreis Trier-Saarburg eine Klage gegen die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und die Sparkasse Trier. Am Montagabend fasste der Kreistag aber nach eigenen Angaben noch keinen entsprechenden Beschluss. Man werde zunächst das Angebot weiterer Gespräche mit dem Ziel einer gütlichen Einigung annehmen, teilte die Kreisverwaltung am Abend mit. Ein Zeitdruck bestehe insofern nicht, weil Verhandlungen eine drohende Verjährung hemmten.

Zuvor hatte es von Seiten der Kreisverwaltung geheißen, Ende April ende eine Verjährungsfrist. Der Kreis Trier-Saarburg führt schon seit Monaten Gespräche zur gütlichen Einigung mit der LBBW und der Sparkasse Trier.

Die Verluste durch die Zinswetten in Form von Tausch-Geschäften (Swaps) mit der LBBW bezifferte die Kreisverwaltung auf rund acht Millionen Euro. Von der Sparkasse Trier fühle man sich mit Blick auf mögliche Risiken "falsch und ungenügend beraten", hieß es. Der Kreis hatte versucht, sich mit den Finanzgeschäften dauerhaft niedrige Zinsen zu sichern und sich damit gegen schlechtere Konditionen für Kredite abzusichern. Da anschließend die Zinsen sogar in den negativen Bereich sanken, ging die Wette nach hinten los. Bundesweit hatte es ähnliche Fälle auch bei anderen Banken gegeben.

"Ziel ist es jetzt, dass wir aus diesen Swaps rauskommen und die umwandeln in normale Kreditverträge", sagte der Kreissprecher. Die Kreisverwaltung hält mehr als 50 Prozent der Anteile an der Sparkasse Trier./rtt/chs/DP/he

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