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Schwächelnde Weltwirtschaft belastet deutsche Exporteure

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
26.03.2019, 12:10  |  381   |   |   

(Neu: Ifo-Beschäftigungsbarometer im dritten Absatz.)

MÜNCHEN/ESSEN/BREMEN (dpa-AFX) - Die schwächelnde Weltwirtschaft hinterlässt auch bei den deutschen Exporteure Spuren. Insgesamt ist der Handel weltweit ins Stocken geraten. Wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag mitteilte, bricht die Exportstimmung im März ein. Der Indikator fällt um weitere 5,8 Punkte auf 1,4 Zähler. Es ist der sechste Rückgang in Folge und der tiefste Stand seit Oktober 2012. Der Wert wird durch eine Umfrage unter 2300 Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes ermittelt.

Daneben ging auch der Index für den weltweiten Containerumschlag zurück - ein Hinweis auf einen deutlichen Rückgang des Welthandels. Der von dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) und dem Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) ermittelte Index fiel nach der aktuellen Schnellschätzung im Februar um 4,3 Punkte auf 133,9 Zähler. Demnach sank der Umschlag in den chinesischen Häfen besonders stark, was allerdings auch durch das chinesische Neujahrsfest bedingt war. In den Index gehen Daten zum Umschlag in über 80 internationalen Häfen ein, auf die rund 60 Prozent des weltweiten Containerumschlags entfallen.

Auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt zeigen sich erste Bremsspuren. Wie das Ifo-Institut berichtete, fiel das von ihm erhobene Beschäftigungsbarometer im März auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren. "Die deutschen Unternehmen lassen beim Personalaufbau mehr und mehr Vorsicht walten", kommentierte das Institut die Umfrageergebnisse. Vorsichtig zeigt sich demnach vor allem die Industrie, deren Geschäft stark vom Export abhängt. "Der Beschäftigungsaufbau in der deutschen Wirtschaft wird sich weiter verlangsamen", prognostiziert das Ifo.

Ifo-Präsident Clemens Fuest sieht die Entwicklung mit Sorge: "Die abkühlende Weltkonjunktur macht der deutschen Exportindustrie zu schaffen." In der Autobranche würden Exportrückgänge erwartet, für die Metallindustrie gelte Ähnliches. Der Maschinenbau gehe zwar nicht mehr von Ausfuhrrückgängen aus, es würden aber auch keine Zuwächse erwartet. Weiterhin gut aufgestellt sei die chemische Industrie, die wie die Elektroindustrie weitere Auftragszuwächse erwarte./elm/bgf/jha/

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