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Wirecard – jetzt einsteigen?

Gastautor: Daniel Saurenz
27.03.2019, 06:00  |  2485   |   |   

Wirecard_DAX_BörseDie Wirecard-Rally zieht am Dienstag die Analysten an, die ihre Kaufempfehlungen bekräftigen oder gar erhöhen. Wir sind nach der Rally eher skeptisch und empfehlen den Turbo-Bear ST91J4 oder CP7LMY. Verstehen Sie uns nicht falsch: Wir sind keine notorischen Wirecard-Gegner. In unserem Exklusivbereich hatten wir unseren Lesern zum Long-Einstieg bei 105 Euro geraten. Mit dem passenden Turbo lag der Gewinn am Dienstag über 100 Prozent. Dennoch sollte man jetzt nicht übermütig werden. Warum die Freude nicht lange halten muss, erklären wir im Video. Mehr zu Wirecard auch am Donnerstag um 18.00 Uhr im Webinar…

Was die Analysten sagen:

Das Analysehaus Warburg Research hat Wirecard nach Ergebnissen einer Prüfung angeblicher Bilanzunregelmäßigkeiten auf “Buy” mit einem Kursziel von 210 Euro belassen. Wie erwartet habe die Prüfung durch die Kanzlei Rajah & Tann aus Singapur kein substanzielles Fehlverhalten festgestellt, schrieb Analyst Marius Fuhrberg in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Der Zahlungsabwickler sollte dadurch viel Vertrauen zurückgewinnen, und eine Erholungsrally der Aktie sei möglich.

Die DZ Bank hat Wirecard nach Ergebnissen einer Prüfung angeblicher Bilanzunregelmäßigkeiten auf “Kaufen” mit einem fairen Wert von 150 Euro belassen. Es mache sich Erleichterung breit, da die in der “Financial Times” veröffentlichten Vorwürfe weitgehend entkräftet erschienen, schrieb Analyst Harald Schnitzer in einer am Dienstag vorliegenden Studie. Allerdings sollte der Zahlungsabwickler durch bessere Kontroll- und Frühwarnsysteme an seinem Krisenmanagement arbeiten.

Die Privatbank Hauck & Aufhäuser hat Wirecard nach Ergebnissen einer externen Prüfung angeblicher Bilanzunregelmäßigkeiten auf “Buy” mit einem Kursziel von 220 Euro belassen. Dass die Untersuchung der Kanzlei Rajah & Tann LL.P. Singapore keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernabschlüsse festgestellt hat, wertete Analyst Robin Brass in einer am Dienstag vorliegenden ersten Reaktion als Bestätigung seiner Einschätzung, dass der für die Vorwürfe verantwortliche Artikel der “Financial Times übertrieben gewesen sei. Die gesamte Untersuchung des Artikelautors, der dem Unternehmen gegenüber seit Jahren negativ eingestellt sei, entbehre jeglicher grundlegenden Basis. Der dadurch verursachte Kursrückgang des Aktie biete fundamental orientierten investoren deshalb einmal mehr eine gute Kaufgelegenheit.

Quelle: dpa-afx, eigene

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