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Marktkommentar: Stefan Breintner (DJE): Chancen für die Rohstoffmärkte
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Marktkommentar Stefan Breintner (DJE): Chancen für die Rohstoffmärkte

Nachrichtenquelle: Asset Standard
27.03.2019, 12:05  |  754   |   |   

Eine Erholung von Chinas Wirtschaftswachstum eröffnet Chancen für die Rohstoffmärkte.

Die Metallpreise sollten aufgrund eines investitionsbedingt knappen Angebots bei einer wirtschaftlichen Erholung Chinas Potential bieten.

Pullach im Isartal, 21. März 2019

Kurzer Blick zurück: Der globale Rohstoffsektor hat sich in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt zwar positiv entwickelt, allerdings gerieten die meisten Aktien des Sektors vor allem im zweiten Halbjahr 2018 unter Druck. Belastend wirkte vor allem die Angst vor einer massiven wirtschaftichen Abschwächung Chinas, ausgelöst durch den Handels- und Zollkonflikt mit den USA. China ist nach wie vor der mit Abstand größte Rohstoffkonsument weltweit. Im vergangenen Jahr fiel das Wachstum der für die Rohstoffnachfrage wichtigen chinesischen Infrastruktur- investitionen mit 5,9% allerdings auf ein 20-Jahrestief. Hierfür war aber nicht nur der Zollstreit mit den USA und die daraus resultierende wirtschaftliche Unsicherheit maßgebend. Hinzu kam, dass die chinesische Regierung zahlreiche öffentlich-private Partnerschaften im Rahmen des staatlich angeordneten Kampfes gegen Korruption sowie auf die Einhaltung der strengen Umweltvorschriften überprüfte. Die Folge: Viele Infrastrukturprojekte wurden aufgeschoben.

Geringe Investitionen führen zu Angebotsdefiziten

Blicken wir nun nach vorn: Im Jahr 2019 ist eine Belebung der Investitionen in Infrastrukturprojekte wahrscheinlich. Aktuell stimuliert China seine Wirtschaft massiv und betreibt eine expansive Fiskalpolitik. Die jüngst vorgenommene starke Kreditausweitung und Steuersenkungen im Umfang von fast 300 Mrd. USD sollten im weiteren Jahresverlauf zu einer Belebung der chinesischen Konjunktur führen – was wiederum positiv für die Entwicklung der Rohstoffnachfrage wäre. Aus dem Angebotsblickwinkel ist eine neue investitionsgetriebene Wachstumsphase nirgendwo erkennbar. Viele Rohstoffe bzw. Metalle befinden sich aktuell weiterhin in einem sogenannten Angebotsdefizit – die jähriche Nachfrage ist also größer als das Angebot aus laufender Minenproduktion. Die Pipeline an neuen Minenprojekten ist weitgehend leer. Demzufolge könnten die Preise für Bunt- und Edelmetalle oder auch Eisenerz länger als erwartet auf hohen Niveaus bleiben, was wiederum positiv für die Gewinn- und Aktienkursentwicklung der Produzenten wäre. 

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