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Vier Kriterien für den nächsten Immobilienzyklus

01.04.2019, 10:00  |  1628   |   |   

Von Jakob Mähren, Vorstand Mähren AG

Die wichtigsten deutschen Metropolregionen ziehen nach wie vor Investoren an, aber der Trend zeigt: Die Zeit großer Renditen ist vorüber. Nur noch mit viel Markterfahrung lassen sich Immobilien finden, die Wachstumspotenziale aufweisen wie die der vergangenen zehn Jahre. Wir befinden uns mitten in einem großen Zyklus, aber lang nicht mehr in der ersten Hälfte, sondern in dessen zweiter, wenn auch derzeit noch entspannter Auslaufphase. Dass wir weiterhin steigende Preise verzeichnen können, ist aus konservativer Investorensicht eher ein Zufall. Ob dieses Jahr oder nächstes Jahr - es steht fest, dass uns eine Phase von Seitwärtsbewegungen, Kurskorrekturen und Konsolidierungen bevorsteht.

Wer also im Jahr 2019 dennoch langfristige Investitionen prüft, der darf als Berechnungskriterien nicht mehr die vergangenen Jahre, die erzielten Renditen, die Gewinne von gestern zur Grundlage nehmen. Er muss vielmehr nach vorn schauen und fragen: In welchen Regionen, an welchen Standorten und in welchen Städten ist davon auszugehen, dass im nächsten Zyklus mit steigenden Preisen und positiven Entwicklung zu rechnen sein wird? Kurzum: Wer aktuell investiert, der darf nicht auf die Wachstumsstädte der vergangenen zehn Jahre schauen.

Anhand welcher Kriterien lässt sich erkennen, ob eine bestimmte Stadt
oder Region in den zehn Jahren des nächsten Zyklus Potenziale entfalten
wird, die dazu führen, dass auch die Immobilienpreise steigen?

Fast alle Investoren und Banken mit Immobilienschwerpunkt beschäftigen sich derzeit mit Berechnungsmethoden, die anhand verschiedener Kriterien die "Zukunftsfähigkeit" von Standorten untersuchen sollen. Die Entwicklung der Einwohnerzahl, Standortfaktoren wie Hochschulen, Universitäten, zukunftsweisende Arbeitgeber - oder aber veraltete Industrien als negativer Indikator -, Infrastruktur, bestehende und potenzielle Lebensqualität - aus all diesen Faktoren entwickeln Investoren Kriterienkataloge, anhand derer sie zu erkennen glauben, ob sich eine Investitionen in eine derzeit möglicherweise noch nicht wachsende Region lohnen wird oder nicht.

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