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Forex-Report Noch ein Brexit-Akt!

Gastautor: Folker Hellmeyer
28.03.2019, 09:52  |  938   |   |   

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1258 (07:22 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1,1242 im europäischen Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 110.08. In der Folge notiert EUR-JPY bei 123.93. EUR-CHF oszilliert bei 1.1203.

Der Unwille, über den Brexit in diesem Format zu berichten und zu kommentieren, nimmt latent zu, da die Nachrichtenlage aus London in Verbindung mit dem Begriff Verantwortung für die Menschen in Großbritannien täglich grotesker wird. Unser Mitgefühl gilt den Menschen im UK. Der Verweis darauf, dass dieses Klientel in Großbritannien dieses Drama erst ermöglichte, darf jedoch nicht fehlen.

Werfen wir einen Blick auf den aktuellen Brexit-Ticker:

Alle 8 Vorschläge für das Vorgehen im Brexit wurden vom Parlament abgelehnt.

Premierministerin Mays Rücktrittsangebot in Verbindung mit der Zustimmung zu dem mit der EU ausgehandelten Brexit-Vertrag wirkt bei den Tory-Brexit-Hardlinern (ERG), aber nicht bei der DUP.

Donald Tusk signalisierte unter Bedingungen die Bereitschaft, das Austrittsdatum des UK bis in den März 2020 aufzuschieben.

Der französische Außenminister mahnte die Einheit der EU-27 in der Brexit-Problematik bei einem Besuch im Bundeskabinett an.

Man weiß im UK-Parlament, was man nicht will. Man weiß nicht, was man will oder man will eben ein „politisches Einhorn“. Einhörner und damit auch „politische Einhörner“ sind jedoch Phantasiegebilde! Ergo gibt es die nicht.

Die Bemühungen aus Brüssel (Tusk), das UK weiter in der EU zu halten, sind unter kurzfristigen Gesichtspunkten, ob der wirtschaftlichen und politischen Stabilität verständlich.

Sie sind unverständlich bezüglich der mittel- und langfristigen Perspektiven. Das UK ist bezüglich der Haltung gegenüber der EU in der Bevölkerung und im Parlament gespalten. Rachegelüste, dass die EU das „politische Einhorn“ nicht geliefert hat, sind im gesellschaftlichen und politischen Zirkus des UK nicht auszuschließen.

Ein UK, das beispielsweise bei weiterer Mitgliedschaft die notwendigen Reformen der EU blockierte, wäre für Kontinentaleuropa vollständig kontraproduktiv. Dieses Risiko sollte nicht kleingeschrieben werden, denn der viel gelobte angebliche Pragmatismus (historische Betrachtung) der Briten ist nicht mehr ansatzweise erkennbar. Ideologie und Emotion bestimmen das Bild im UK.

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