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Ideologisch gefärbt Scholz' Aktiensteuer trifft die Falschen: Weg mit dem Symbolpolitik-Murks!

29.03.2019, 14:13  |  18242   |   |   

Die von Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützte und von Finanzminister Olaf Scholz geplante EU-Börsensteuer entpuppt sich als eine ideologisch gefärbte, symbolische Steuer auf Aktien von europäischen Blue Chips. Das schwächt die für die Altersvorsorge wichtige, aber noch zu kleine deutsche Aktienkultur.

Die EU-Finanztransaktionssteuer ist überflüssig wie ein Kropf. Unserer Meinung nach wird bei genauerer Betrachtung deutlich, wie viel Symbolik und wie wenig Sinn die geplante EU-Aktiensteuer macht. Der Reihe nach:

Schaut man auf den Haushalt der EU für 2019, steht da ein Gesamtbudget von 148,2 Milliarden Euro, die ausgezahlt werden sollen. Die Steuereinnahmen durch eine neue EU-Börsensteuer werden auf mickrige 3,6 Milliarden Euro geschätzt. Das geht aus einem "als vertraulich eingestuften Papier des Bundesfinanzministeriums" hervor, schreiben Handelsblatt-Journalisten. Das sind aufgerundet recht bescheidene 2,43 Prozent des Gesamthaushaltes - fast genau der Betrag um die der EU-Haushalt von 2018 auf 2019 gestiegen ist. Zum Vergleich: Rund 37 Prozent ihres Haushaltes, rund 59 Milliarden Euro, steckte die Europäische Union im letzten Jahr in "Sustainable growth: natural Resources" – also vor allem in Subventionen für die Landwirtschaft und unterentwickelte Regionen. Hier kommt die Frage auf, ob die im Verhältnis eher geringen Börsensteuer-Einnahmen einen nennenswerten und sinnvollen Beitrag leisten. Ganz zu schweigen von den Kosten für den Verwaltungsaufwand, die eine neue Börsensteuer verursachen würde.

Das Konzept der neuen Anti-Aktionärs-Steuer fußt auf dem bereits bestehenden französischen Aktiensteuer-Modell. Demnach sollen Aktionäre vom Fiskus zur Kasse gebeten werden, wenn sie Anteilsscheine von größeren Unternehmen kaufen, deren Marktkapitalisierung eine Milliarde Euro übersteigt. Nach Angaben der Bundesregierung trifft das in Europa auf insgesamt 632 Kapitalgesellschaften zu. Von diesen würden 306 ihren Firmensitz in Großbritannien haben, so die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Würde der Brexit vollzogen, entfiele die Börsensteuer also nur noch auf 326 europäische Unternehmen. Die Zahlen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass in diesem exklusiven Klub einige der begehrtesten und meistgehandelten europäischen Aktien Mitglied sind. Beispiele sind die aktuellen Top Five nach Marktkapitalisierung: Nestle, BP, Shell, Norvatis oder Roche. So kann man davon ausgehen, dass vor allem Wertpapiere, die am ehesten für langfristiges, defensives, vorsorgeorientiertes Aktiensparen in Frage kommen, mit einer Steuer belegt werden. Die EU-Börsensteuer wird so zur Belastung der immer wichtiger werdenden Säule der Altersvorsorge auf Aktienbasis.

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Kommentare

Die planmäßige Enteignung und Entmündigung gehen ungebremst weiter.

Und da hilft auch kein 'Abwählen bei der Europa-Wahl'. Weil man da nur die Wahl zwischen Pest und Cholera hat. Das ist doch alles ein einziger, verschwipp-schwägerter Sumpf, der sich gegenseitig die Pöstchen zuschiebt.

Ich kann mich auch nicht erinnern jemals gefragt worden zu sein, OB ich ÜBERHAUPT ein Europa-Parlament will; noch mehr Wasserkopf und Parasiten, die einen nur aussaugen und einem auf der Tasche liegen. Mit immer mehr schwachsinnigen 'Gesetzen' und Verordnungen ...

Weg damit ! Freiheit für krumme Gurken und Bananen !
Wieder ein gutes Beispiel, wie die Politik am Bürger vorbei regiert. Einen Mann wie Scholz auf diesem Posten, ist ein Witz. HASPA lässt Grüßen. Jede Vorsorge wird vernichtet. Ich wäre für einen radikalen Abbau von Politikern. Möchte nicht wissen wieviel Milliarden die und deren Fehlentscheidungen, den Steuerzahler kosten.
Wann realisiert die Mehrheit der Deutschen endlich, welch neue negative Entscheidungen aus Berlin noch mit jedem weiteren Tag der Herrschaft von Frau Merkel auf uns zukommen. Machen wir Schluß mit diesem sozialistischen Unsinn ! Diese Frau ist untragbar für ein Freiheit liebendes Volk.
Zitat von unnerfrangge: Wenn sich Finance-egghead & Erichs Rache so angrinsen,ist man gewiss,dass sie dem Steuermichel mal wieder ein faules Ei gelegt haben.Jedem,der 1 & 1 zusammenzählen kann,war beim Auftauchen des Begriffs Finanztransaktionssteuer(eine Steuer auf alle möglichen Finanzzockereien)von vornherein klar,dass die Verursacher der Weltfinanzkrise und ihre absurden Wetten davon unbehelligt bleiben würden!Wenn schon der gemeine Sparer mit Minuszinsen in die dividendenbringenden Aktien gelockt wurde und werden soll,dann soll er gefälligst auch hier bluten!Ich bin mit der RAF und ihren Fahndungsplakaten aufgewachsen und werde höchstwahrscheinlich mit der neuen RAF=Rentner-Armee-Fraktion und ihren Fahndungsplakaten ins Nirwana entfleuchen!P.s.Die Radikalisierung der "Grauen Panther"wird spätestens dann einsetzen,wenn beim Flaschen sammeln Konkurrenzkampf aufkommt!



Dann gilt: Seven up gegen Coke light, wer gewinnt?

Im Ernst, wer solchen Gestalten wie o.g, sein Vertrauen schenkt, dem ist doch nicht mehr zu helfen.
Dann wählen wir diese Parteien doch bei der Europawahl einfach mal ab !!! Also zur WAhl gehen und diese gierige Meute abwählen!!!!

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