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Aurora Cannabis bekommt endlich einen Partner … mehr oder weniger

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
06.04.2019, 08:00  |  4336   |   |   

Obwohl es Dutzende von Marihuana-Aktien gibt, aus denen die Investoren wählen können, ist keine wohl polarisierender als Aurora Cannabis (WKN:A12GS7).

Die Wachstums-um-jeden-Preis-Strategie von Aurora ist mit Versprechen und Gefahren verbunden. Obwohl das Unternehmen über eine Reihe von Bauprojekten verfügt, darunter das fertiggestellte etwa 74.000 Quadratfuß große Aurora Sky und das laufende Projekt von Aurora Sun, einem ca. 111.000 Quadratfuß großen Komplex in Medicine Hat, Alberta, hat sich das Unternehmen entschieden, hauptsächlich durch Übernahmen zu wachsen.

Seit Anfang 2018 zählen zu den wichtigsten Übernahmen CanniMed Therapeutics für rund 850 Mio. US-Dollar, MedReleaf für knapp 2 Mrd. US-Dollar, ICC Labs für rund 200 Mio. US-Dollar und zuletzt Whistler Medical Marijuana für 130 Mio. US-Dollar. Dieses zusätzlichen Marken, die Kapazität und die Infrastruktur haben es Aurora ermöglicht, in 24 Länder vorzudringen, und hat es auf den richtigen Weg gebracht, was nach Schätzungen des Autors eine branchenführende jährliche Spitzenproduktion von 700.000 Kilogramm sein wird. Im Vergleich dazu ist nur Canopy Growth, das 520.000 Quadratmeter für den Anbau zur Verfügung hat, nur einen Katzensprung von Auroras Produktionskapazität entfernt.

Aurora scheint auf Höchstleistung zu laufen. Eine erstklassige Produktion und eine überdurchschnittliche Rendite pro Quadratmeter sollen dem Unternehmen helfen, lukrative langfristige Geschäfte im In- und Ausland zu sichern. Zusätzlich, falls (bzw. eher wenn) die Produktion von getrockneten Cannabisblüten in Kanada zu einem Überangebot führt, werden sich diese ausländischen Vertriebskanäle als Lebensretter für das Unternehmen erweisen.

Doch Aurora mangelt es an etwas, das bereits praktisch alle größeren Kollegen erfahren haben: die Freude, eine Markenpartnerschaft zu gewinnen. Canopy Growth hat drei separate Kapitalbeteiligungen des Modelo- und Corona-Bierproduzenten Constellation Brands erhalten, von denen die letzte 4 Mrd. US-Dollar einbrachte. Unterdessen schloss die Cronos Group ihre 1,8 Mrd. US-Dollar Kapitalbeteiligung des Tabakriesen Altria ab. Dann ist da noch Tilray, das eine bestehende Vertriebsvereinbarung für nicht brennbare medizinische Cannabisprodukte mit dem Novartis-Tochterunternehmen Sandoz auf globaler Ebene schloß und ein 100 Mio. US-Dollar teures Joint Venture mit Anheuser-Busch InBev gründete.

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