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GOLD/BITCOIN Dampflock trifft Schnellzug!

Gastautor: Philip Hopf
07.04.2019, 13:05  |  2860   |   |   

Um zu verstehen, wie langsam sich die Bewegungen in den Metallen auf der Zeitebene abspielen, müssen wir einen Blick auf den Kryptobereich werfen. Sie werden sich sicher alle daran erinnern, dass, als dieser sich vor 2 Jahren zu einem absoluten Hype entwickelte, jede Zeitung Sensationsmeldungen brachte und völlig anlagefremde Menschen plötzlich wild in Kryptowährungen spekulierten. 

 

Die Metalle liefen seitwärts nach unten. Dann im Dezember 2017 erreichte Bitcoin je nach Börse bei ungefähr 20-tausend Dollar sein Hoch und fing kurz danach an, massiv zu korrigieren. Man ging während dieser Zeit immer davon aus, dass Kapital massiv aus den Edelmetallmärkten abfloss, um im Kryptobereich investiert zu werden. Gleichzeitig muss man klar sagen, dass es seit Dez. 2017 nicht zu nachhaltigen Anstiegen kam als der Hype sein jähes Ende fand. 

 

Die Korrektur im Kryptobereich nahm seinen Lauf, die vielen teils sehr jungen Neu-Investoren konnten nicht glauben, dass Ihre Krypto-Coins auch korrigieren können, denn eine Korrektur kannten ja die Wenigsten.

Wie im Goldmarkt Ende 2011, als nach den ersten dramatischen Abverkäufen die meisten Analysten von einer „kurzen heftigen Korrektur“ sprachen, der rasch ein Anstieg über die 2000$-Marke im Gold folgen würde, so sprachen die Kryptobullen davon, dass man spätestens Mitte 2018, 40-50-tausend Dollar für den Bitcoin zahlen müsse.

Sie alle haben das mit Sicherheit gelesen, wie mit dem Brustton der Überzeugung die fantastischsten Zahlen genannt wurden. Das Exakt gleiche geschah im Edelmetallbereich seit 2011. Ich errinne mich noch gut an die Aussagen eines bekannten Analysten zu 50$ die Silberunze bis 2012.

Nun schreiben wir den vierten Monat des Jahres 2019. Der Kryptobereich ist wiedererwacht. Seit ein paar Wochen geht es steil aufwärts.

 

Chart BTC

 

Die Metalle jedoch befinden sich in der Abwärtsbewegung, die niemand haben und sehen wollte. Die, wie wir meinen, aber nötig ist, um einen langfristigen belastbaren Boden auszubauen.

 

Chart GOLD

 

So richtig entscheiden möchte sich der Goldpreis also noch nicht. Wir befinden uns weiterhin im $1290er-Bereich und der Markt bewegt sich in einer komplexen Struktur seitwärts.

Die Struktur der Bewegung spricht weiterhin für unsere Primärerwartung eines Abverkaufs. Damit sich diese endgültig bestätigt, müssen wir nach wie vor die $1280 nachhaltig unterschreiten.

Können die Bären hier liefern, sehen wir Gold auf dem Weg in unseren Long-Tradingbereich, den wir von $1240 bis $1200 hinterlegt haben. Dort gehen wir von einer Rückkehr in die Aufwärtsbewegung aus und einem langfristigen festen und belastbaren Boden.

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© Philip Hopf Hopf-Klinkmüller Capital Management GmbH & Co. KG

 

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Kommentare

@JoachimSchilling
Thema verfehlt!
Sich ein paar Kilo Gold in den Tresor zulegen ist sicher nicht verkehrt. Wer aber beim aktuellen G/S-ratio verstärkt auf Gold setzt sollte sein Investitionsstrategie überdenken.

Es geht hier nicht um die grundsätzliche Fragestellung, ob Gold langfristig steigt oder nicht, sondern um die gegenwärtige Situation.
Herr Hopf beurteilt ebenso wie ich die langfristigen Erwartungen von Gold als sehr positiv.
In der mittelfristigen Analyse unterscheiden sic h unsere Einschätzungen.

Ob der Bitcoin unsinnig ist oder nicht, ändert nichts daran, dass er steigen oder fallen kann.

Die Saisonalität von Gold hat unabhängig von sonstigen Überlegungen wieder auf positiv gedreht und daran wird sich die nächsten Monate auch nichts ändern.
Die Krypto-Währungen werden sich langfristig nicht gegen Gold durchsetzen. Alleine weil kein physischer Gegenwert vorliegt. Ich zum Beispiel kaufe Gold um im Falle einer Krise finanziell nicht doof dazustehen. Im Falle, dass alles zusammenbricht. Es gibt wunderbare Anlagemünzen wie Maple-Leaf und Krügerrand, die ich mir regelmäßig hole. (Kann man auf www.Gold-Preisvergleich.de übrigens sehr gut vergleichen, damit man nicht zu viel bezahlt.)
Aber was ist in so einem Krisenfall mit Bitcoin und Co?
Wenn sagen wir alleine das Stromnetz zusammenbricht, kann ich auf meine Bitcoins nicht mehr zugreifen. Gold hingegen kann ich auch in solchen Zeiten noch handeln und dafür sorgen, dass es meiner Familie gut geht.
Viel Widerspruch und etwas Zustimmung!

Bitcoin, die Ampel stehen auf Rot!? Dunkelorange trifft es am besten.
Der langfriste Abwärtstrend im Bitcoin ist weiterhin intakt, ein Aufwärtstrend ist nicht erkennbar. Wer sich den Chart des letzten Jahres anschaut wird das leicht erkennen können. Solange der Bitcoin nicht in den Bereich von 7000 vordringt, ist das die übliche Gegenbewegung innerhalb eines langfristen Abwärtstrends.

Gold, alles im grünen Bereich!? Ja, aber der Bereich wird enger.
Der mittelfristige Aufwärtstrend ist nicht wirklich zerstört aber als weniger robust anzusehen als noch vor einigen Wochen. Die Goldbullen können sich noch entspannen, die dynamische Gegenbewegung von 1280 war unzweifelhaft ein Zeichen von Stärke, welches insbesondere Intraday in dieser Form eher selten auftritt. Gold ist aktuell neutral-positiv einzuschätzen. Fällt Gold nachhaltig unter die 1280 sind weiterhin nachgebende Kurse wahrscheinlicher geworden. Durchbricht Gold die 1300, im Idealfall dynamisch, verbessert sich das gegenwärtig leicht positive Bild deutlich.

Disclaimer

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