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Bitcoin Group Herr Nowak, Herr Bodewein, was dürfen Anleger von Bitcoin Group jetzt erwarten?

09.04.2019, 12:14  |  7637   |   |   

Um die Bitcoin Group SE war es längere Zeit still geworden. Nun meldet sich das Unternehmen eindrucksvoll zurück. Mit dem Krypto-zu-Krypto-Handel auf dem eigenen Handelsplatz Bitcoin.de bauen die Herforder ihr Geschäftsmodell weiter aus. Im Gespräch mit der wallstreet:online-Redaktion zählen die beiden Geschäftsführenden Direktoren Marco Bodewein (rechts im Bild) und Michael Nowak die Vorteile des Services für ihre Kunden auf, sprechen über ihren speziellen Aufklärungsauftrag und geben einen Ausblick auf ihre Ziele im Jahr 2019.

Herr Bodewein, mit der Einführung des Krypto-zu-Krypto-Handels hat die Bitcoin Group SE für Aufsehen gesorgt. Erläutern Sie uns doch bitte einmal kurz die Vorteile des Service?

Marco Bodewein: Genau wie bereits beim Krypto-Handel mit Euro auf Bitcoin.de ist der Vorteil für unsere Kunden der, dass die Bezahlwährung immer im vollständigen Zugriff des Users bleibt. Wir folgen hier dem Grundsatz des Krypto-Gedankens aus den Anfangstagen "Be Your Own Bank" – "Sei Deine eigene Bank".

Bei all den Vorteilen gibt es offenbar auch einen Nachteil für die Kunden. Bitcoin.de als Marktplatz verwaltet nicht länger die Kryptowährungen, mit denen bei Krypto-zu-Krypto-Transaktionen gehandelt wird. Geht das nicht auf Kosten der Sicherheit?

Marco Bodewein: Das ist selbstverständlich immer Ansichtssache und auch übertragbar auf den konventionellen Bankenbereich. Einige Kunden schätzen Tresorräume zur Aufbewahrung ihres Bargeldes. Andere wiederum fürchten Einbrüche in Banken und lagern ihr Bargeld zu Hause. Auf diese unterschiedlichen Sicherheitsbedürfnisse gehen wir auch auf Bitcoin.de ein. Gleichzeitig fördern wir so das Wissen im Umgang mit Kryptowährungen und Verwalten von eigenen Wallets.

Michael Nowak: Selbstverständlich können unsere User weiterhin sicher Bitcoin, Bitcoin Cash, Ethereum, Bitcoin Gold oder Bitcoin SV bei Bitcoin.de verwalten lassen. Diese Bestände werden sogar einmal jährlich freiwillig von uns durch einen unabhängigen, öffentlich bestellten Wirtschaftsprüfer mit Testat bestätigt. Darüber hinaus ist es aber auch jedem User freigestellt, eigene Wallets zu nutzen. Best-of-Two-Worlds, das Beste aus zwei Welten, adressiert in diesem Zusammenhang also die Sicherheitsbedürfnisse und auch das Privacy-Bedürfnis beider Usergruppen.

Sie sprechen von einem sogenannten Aufklärungsauftrag für Ihre Kunden. Wie sieht der konkret aus?

Michael Nowak: Den lebt die Bitcoin Deutschland AG bereits seit Jahren. Wir waren schon immer – und sind es noch heute – häufiger Gast auf Podiumsdiskussionen und Veranstaltungen und bringen der deutschen Community Kryptowährungen im direkten Kontakt ein Stück näher. Das betrifft sowohl die Chancen als auch die Risiken. Darüber hinaus erstellen und pflegen wir kontinuierlich Anleitungen für den Umgang mit Kryptowährungen und berichten regelmäßig auf BitcoinBlog.de über die neusten Entwicklungen im Kryptobereich.

Wie verdient die Bitcoin Group SE genau am Modell des Krypto-zu-Krypto-Handels?

Marco Bodewein: Letzten Endes genauso wie im Krypto-Handel mit Euro auch. Wir erheben standardmäßig eine Gebühr von 0,5 % von den handelnden Trade-Partnern.

Insgesamt baut die Bitcoin Group SE durch die Ausweitung der Services auf Bitcoin.de ihre Führungsstellung in Deutschland aus. International ist der Krypto-zu-Krypto-Handel längst nichts Neues mehr. Lässt sich der Vorsprung internationaler Anbieter eigentlich aufholen? Wie bewerten Sie die Position der Bitcoin Group im internationalen Vergleich?

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