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DGAP-News 11880 Solutions AG: Veröffentlichung eines Fehlers in der Rechnungslegung gem. § 109 Abs. 2 Satz 1 WpHG

Nachrichtenquelle: EQS Group AG
09.04.2019, 19:30  |  351   |   |   




DGAP-News: 11880 Solutions AG / Schlagwort(e): Sonstiges


11880 Solutions AG: Veröffentlichung eines Fehlers in der Rechnungslegung gem. § 109 Abs. 2 Satz 1 WpHG


09.04.2019 / 19:30



Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.



Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat festgestellt, dass der Jahresabschluss und Konzernabschluss zum Abschlussstichtag 31.12.2016 und der Lagebericht und Konzernlagebericht der 11 88 0 Solutions AG, Essen, für das Geschäftsjahr 2016 fehlerhaft sind:

 

1. Feststellung zum IFRS-Konzernabschluss

 

Wertminderungstest des Geschäfts- oder Firmenwertes nach IAS 36

 

Die Werthaltigkeit des in der Konzernbilanz der 11 88 0 Solutions AG zum 31.12.2016 mit EUR 3,07 Mio. angesetzten Geschäfts- oder Firmenwertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Digitalgeschäft" konnte nicht nachgewiesen werden.

Auf Basis der vorgelegten Unterlagen wurden bei der Berechnung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Digitalgeschäft" die Risiken des Bewertungsobjektes weder im Abzinsungssatz noch in den prognostizierten Cash-Flows angemessen berücksichtigt.

Dies ist ein Verstoß gegen IAS 36.30, IAS 36.55 f-. OAS 36.A1 f. i.V.m. § 238 Abs. 1 HGB.

 

2. Feststellungen zum Einzelabschluss nach HGB

 

Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Bewertung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen

 

Die Werthaltigkeit der im Jahresabschluss der 11 88 0 Solutions AG zum 31.12.2016 als Anlagevermögen bilanzierten Anteile an der Tochtergesellschaft 11 88 0 Internet Services AG mit einem Buchwert in Höhe von EUR 28,3 Mio. sowie der als Umlaufvermögen bilanzierten Forderungen gegenüber dieser Tochtergesellschaft mit einem Nominalwert in Höhe von EUR 22,8 Mio. konnte nicht nachgewiesen werden.

Auf Basis der vorgelegten Unterlagen sind Risiken (Bestandsgefährdung, Überschuldung) weder bei der Bewertung der Beteiligung im Wege des Discounted Cash-Flow-Verfahrens noch bei der Bewertung der Forderungen angemessen berücksichtigt worden.

Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen verstößt damit gegen § 253 Abs. 3 S. 5 HGB i.V.m. § 238 Abs. 1 HGB. Die Bewertung der Forderung zum Nominalwert verstößt gegen § 253 Abs. 4 HGB i.V.m. § 238 Abs. 1 HGB.
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