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CMC Espresso: Das gibt dem DAX den Rest! Aber...

Gastautor: Jochen Stanzl
10.04.2019, 08:20  |  1488   |   |   

 

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Der amerikanische Finanzminister sieht einen harten Brexit ohne Vertrag als realistisches Szenario an, unser Finanzminister Scholz sagte heute Morgen, dass er weiter guten Mutes ist, dass es nicht zu einem harten Brexit kommen wird. Zwischen diesen beiden Extremen ist weiter alles offen und es ist wichtig sich daran zu erinnern dass die Bemühungen des britischen Parlaments, einen Brexit ohne Vertrag rechtlich zu verbieten nicht von Erfolg gekrönt waren - damit bleibt der Brexit ohne Vertrag die Standardlösung, die am Freitag eintreten wird - außer man findet bis dahin eine andere Lösung! Ich werde für Sie heute über den Notgipfel in Brüssel per Push Notifications auf dem Laufenden halten - die Push Notification, sollte was passieren in Brüssel, erhalten Sie über unsere Trading-App - macht also Sinn, unsere App runterzuladen! 

Der Internationale Währungsfonds hat die Märkte gestern daran erinnert, warum die amerikanische Notenbank ihren scharfen geldpolitischen Kurswechsel eingeleitet hat: Das Weltwirtschaftswachstum, so der IWF, sei weltweit auf dem tiefsten Stand seit der Finanzkrise vor einem Jahrzehnt angelangt. Der gut gemeinte Rat des Internationalen Währungsfonds an alle Politiker dieser Welt lautet daher, sich jetzt möglichst keinen politischen Fehltritt mehr zu leisten, sonst könnte das Wachstum in der Weltwirtschaft entgleisen. Wir sind jetzt also an einem delikaten Punkt angelangt, wo wir uns auf die Politik verlassen müssen, möglichst keine Fehler zu machen, sonst bricht der Wachstumstrend und damit vielleicht auch der Bullenmarkt bei Aktien - das war so in etwa die unheilvolle Botschaft des IWF gestern und das hat dem Markt dann kurzzeitig den Rest gegeben. 

Mit politischen Fehltritten meint der IWF wohl auch das, was heute in Brüssel passieren wird, oder halt auch nicht, aber auch die Verhandlungen im Handelsstreit zwischen China und den USA sind gemeint, wobei da ja immer noch nicht klar ist, ob Trump sich mit einem Erfolg mit den Chinesen zufrieden gibt oder ob es danach einfach weiter gehen wird, etwa mit neuen Strafzöllen gegen die EU oder in anderen Sektoren wie den Automobilen oder Flugzeugen. Die neuen Strafzolldrohungen wegen Airbus gestern jedenfalls haben viele daran erinnert, dass die Schock- und Drohgebärden-Politik der Regierung Trump wohl alles andere als vorüber ist.
 
Technisch betrachtet hat der DAX gestern auf einer Unterstützung bei 11835 Punkten aufgesetzt und solange die hält ist Platz da für einen neuen Anlauf auf die 12.000 Punkte Marke. Sonst droht ein Rutsch bis 11700 Punkte und zur dort liegenden 200-Tage-Linie. 

Dass heute auch die EZB tagt und ihre schützende Hand über den Märkten ausbreiten wird ist die Hoffnung der Bullen, die gestern diese Unterstützung bei 11835 Punkten gekauft haben. Jedenfalls wird es bei der EZB keine Zinswende geben, das Zeitfenster ist zu - die verschuldete Welt ermöglicht es der Eurozone nicht, zumindest irgendwie den Schein eines normalen Zinsumfeld wieder herzustellen, was in den USA ja auch nur halb geklappt hat. Die schwachen Industriedaten aus Italien, Deutschland und Frankreich dürften Mario Draghi heute dazu motivieren, sehr besänftigende Worte anklingen zu lassen, wenn er heute um 14:30 Uhr an die Mikros treten wird, aber warten wir es ab, für DAX-Trader ist die EZB heute auf jeden Fall ein Event-Risiko, das sie im Auge behalten müssen.

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