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Darum treibt die Deutsche Telekom die 5G-Gebote gnadenlos hoch - Seite 2

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
12.04.2019, 09:02  |  1278   |   |   

Um diese Potenziale voll ausschöpfen zu können, kann die Telekom gar nicht genug Bandbreite haben. Denn all das funktioniert nur, wenn Anwender sich auf die Leistungsfähigkeit des Mobilfunknetzes verlassen können.

Das ist noch nicht alles

Darüber hinaus stellt die Telekom durch ihren angestrebten überproportionalen Anteil an den verfügbaren Frequenzbändern sicher, dass es für die Konkurrenten schwierig wird, etwas Vergleichbares auf die Beine zu stellen. Erstens fehlt ihnen ausreichend Bandbreite, zweitens haben sie wohl die Technik noch nicht so weit entwickelt und drittens haben sie durch die hochgetriebenen Gebote so viel Geld ausgegeben, dass die Mittel für ein solches Großprojekt nicht so leicht aufzutreiben sind.

Gerade die spanische Telefónica (WKN:850775) hat derzeit an ihrer Schuldenlast zu knabbern und ist eigentlich auf die üppigen Dividendenzahlungen ihrer deutschen Tochter angewiesen. Wenn diese jetzt Milliarden für Frequenzen, Netzaufbau und auch noch Edge-Computing-Infrastruktur ausgibt, kann sie sich Ausschüttungen kaum leisten. Neueinsteiger Drillisch hat bereits angekündigt, die Dividende zusammenzustreichen, falls erfolgreich Frequenzen ersteigert werden können.

Ein Gewinner steht (fast) fest

Ganz klar, es ist erst zu Ende, wenn es zu Ende ist. Aber es wird nun deutlich, dass die Telekom keinen Schritt zurückweichen wird, sodass die wichtigste Frage bleibt, ob doch noch einer abspringt oder die anderen sich mit kleineren Paketen begnügen.

Das Powerplay bestätigt mich in der Annahme, dass die Telekom an etwas Großem dran ist, von dem sie maximal profitieren möchte. Mittelfristig könnte sie zu einem dominanten Anbieter von allgemein nutzbarem Edge Computing über 5G-Mobilfunk werden — und das nicht nur in Deutschland und Österreich, sondern auch in internationalen Märkten, einschließlich der USA.

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