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5 Gründe, warum die Gazprom-Aktie weiterhin eine gute Zukunft besitzt

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
13.04.2019, 09:17  |  1287   |   |   

Die Gazprom (WKN: 903276)-Aktie hatte über die vergangenen Jahre keine gute Zeit. So liegt der Kurs heute immer noch mehr als 79 % unter dem Hoch des Jahres 2006 (11.04.2019). In manchen extrem irrationalen Fällen sind tatsächlich Bewertungen möglich, wie dies derzeit bei Gazprom der Fall ist. Es gibt jedoch viele Punkte, die für das Unternehmen sprechen. Hier erfährst du, welche dies sind.

1. Erdgas-Nachfrage wird weiter steigen

Bei der aktuellen Energiewende spielt Erdgas eine wichtige Rolle, denn es verursacht weniger Emissionen als Kohle, ist effizient, kann auch als Treibstoff (zum Beispiel für Schiffe oder Lkws) genutzt werden und ist somit eine gute Ergänzung zur unsteten Energie aus Wind und Sonne.

So gehen Schätzungen davon aus, dass der weltweite Erdgasbedarf bis 2035 um 33 % steigen wird. Zudem wird der Bedarf als Treibstoff zunehmen, sodass der Rohstoff nach Schätzungen bis 2035 etwa 25 % zum Treibstoffmix beitragen wird (aktuell sind es 23 %).

Und weil viele Schwellenländer ihren Lebensstandard an den der westlichen Welt anpassen möchten, steigt der Bedarf hier ganz besonders stark. Allein in China wird sich die Nachfrage bis 2035 wahrscheinlich verdoppeln.

2. Gazprom ist sehr gut positioniert

Der russische Konzern besitzt etwa 17 % der weltweiten Erdgasreserven und produziert circa 12 % des weltweiten Volumens. Davon gehen über 40 % in den Export nach Europa, aber auch nach Asien. Damit ist er die Nummer eins in seinem Sektor. Ab 2019 wird Gazprom auch nach China Erdgas liefern und dort bis 2035 wahrscheinlich zum führenden Lieferanten aufsteigen.

In Russland selbst betrug Gazproms Marktanteil im letzten Jahr etwa 53 %, und dieser wird sich bis 2035 wahrscheinlich auf etwa 66 % erhöhen. Auch hier ist davon auszugehen, dass sich der Konsum und die Produktion zukünftig weiter erhöhen.

Ein großer Vorteil an Unternehmen mit einer starken Marktstellung ist die Kostenführerschaft. Gazprom verdient auch bei niedrigen Erdgaspreisen immer noch Geld, wenn schon alle anderen Produzenten rote Zahlen schreiben. Dies war besonders über die letzten Jahre zu beobachten, als der Erdgaspreis fiel.

3. Neue Technologien und wachsender Anteil hochmargiger Projekte

Anders als in Zeiten des Sozialismus geht nun in Russland die technologische und wirtschaftliche Entwicklung viel schneller voran, weshalb auch Gazprom immer bessere Förder- und Verarbeitungstechniken entwickelt, die effizienter, aber auch umweltfreundlicher sind. Gleichzeitig senkt der Konzern so seine Kosten, wodurch die Gewinnmarge weiter steigt.

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