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Aufsteigende Helium-Preise: So kann man in das Edelgas investieren

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
13.04.2019, 09:20  |  908   |   |   

Ist dir auch aufgefallen, dass man derzeit häufiger von der Helium-Knappheit liest? Als aufmerksamer Investor fragt man sich da natürlich gleich, wo es aussichtsreiche Chancen für die Geldanlage geben könnte. Genau dafür habe ich die wichtigsten Fakten zusammengetragen.

Helium-Grundlagen

Helium ist nach Wasserstoff das leichteste Element und weil es so edel ist, geht es auch praktisch keine chemischen Verbindungen ein. Man kann es also nicht per klassischem Bergbau der Erde entreißen. Und wie jeder weiß, der als Kind mal einen Gasballon in der Hand gehalten hat, zieht Helium ziemlich stark nach oben. In der normalen Umgebungsluft sind daher nur geringe Spuren enthalten, die sich nicht wirtschaftlich ausbeuten lassen und die Sache mit dem Recycling ist auch nicht gerade einfach.

Nun könnte man natürlich auf die Idee kommen, einen 200 Kilometer langen wasserstoffgefüllten Schlauch in die Höhe steigen zu lassen, um das sich dort in der Thermosphäre in einer bestimmten Schicht ansammelnde Helium abzusaugen. Das sollte theoretisch möglich sein. Unter Wissenschaftlern und Ingenieuren diskutiert werden auch Weltraumprojekte. Aber all das ist weit entfernte Zukunftsmusik.

Das Helium ist jedoch heute knapp, und deshalb sind die Preise erheblich gestiegen, wobei kleinere Kunden aus Bereichen wie Forschung und Luftballons darüber klagen, dass sie fast gar nicht mehr beliefert werden. Zahlungskräftige Großkunden aus der Industrie werden bevorzugt bedient. Helium wird dort etwa gebraucht, um extrem tiefe Temperaturen zu erzeugen, für die Erzeugung von kontrollierten Atmosphären in der Hightech-Fertigung oder für bestimmte Schweißarbeiten.

Eigentlich mangelt es auch gar nicht an Helium. Helium entsteht bei radioaktiven Zerfallsprozessen, weshalb es sich an bestimmten Stellen kontinuierlich unterirdisch anreichert. Die gespeicherten Vorräte sind immens und decken den Bedarf auf viele Jahrzehnte hinaus ab. Das Problem liegt eher in der Handhabung entlang der Wertschöpfungskette. Beim Transport kann Gas entweichen und wichtige Lieferländer wie Russland, China oder Katar können nicht immer zuverlässig liefern, während wichtige Lagerstätten in den USA erschöpft sind.

Ein Helium kommt nicht allein

Ein anderer Punkt ist, dass Helium zwar durchaus ein Milliardengeschäft ist, aber im Vergleich zu anderen Rohstoffen eben doch nicht so überragend wichtig. Es gibt daher kaum spezialisierte Helium-Förderer oder -Verarbeiter (höchstens im notorisch auf Rohstoff-Hypethemen aufspringenden Kanada). Vielmehr fällt Helium in der Regel als Nebenprodukt bei der Erdgasförderung an. Damit mehr Helium auf den Markt kommt, muss folglich fast zwingend die Erdgasförderung ausgeweitet werden — und zwar bei Lagerstätten, wo die Helium-Konzentration hoch genug ist, damit sich der erhebliche Zusatzaufwand auch lohnt.

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