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Wirecard-Aktie: Was hat Goldman Sachs denn jetzt bloß vor?!

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
17.04.2019, 09:05  |  1805   |   |   

Es scheint, als hätte sich die Aktie von Wirecard (WKN: 747206) inzwischen wieder einigermaßen gefangen. Nachdem die vergangenen Wochen rund um die Causa Wirecard doch ein wenig turbulent gewesen sind, ist mit dem Abschlussbericht wieder etwas mehr Ruhe bei dem innovativen Zahlungsdienstleister eingekehrt.

Doch auch aktuell existieren noch einige Vorgänge – zumindest rund um Wirecard –, die so manche Fragen aufwerfen, wie beispielsweise die ungewöhnlichen Stimmrechtsanteile der US-amerikanischen Großbank Goldman Sachs (WKN: 920332).

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Lass uns daher im Folgenden mal einen Foolishen Blick auf das werfen, was wir hier aktuell bereits wissen, sowie ein paar Überlegungen anstellen, was hieraus folgen könnte. Denn die US-Amerikaner scheinen immer mal wieder Interesse an dem innovativen Zahlungsdienstleister zu entwickeln.

So sahen die Aktivitäten der vergangenen Tage aus

Wie mehrere Medien derzeit übereinstimmend berichten, gab es in den letzten Tagen oder Wochen merkwürdige Transaktionen der Goldmänner rund um Wirecard.

So habe Goldman Sachs beispielsweise alleine innerhalb der vergangenen Tage den Stimmrechtsanteil von Wirecard erheblich – soll heißen, von 1,72 auf 6,87 % – gesteigert, was natürlich auf ein größeres Interesse der Bank an dem innovativen Zahlungsdienstleister hindeuten könnte.

Merkwürdig wird dieser Sachverhalt nun allerdings, wenn wir uns vergegenwärtigen, dass die Anteile in den vergangenen Wochen bereits des Öfteren erheblich zu schwanken schienen. So habe Goldman Sachs dem Investorenportal 4investors zufolge bereits Anfang März den Stimmrechtsanteil von 1,29 auf rund 6,8 % gesteigert – nur um in der Zwischenzeit diesen Anteil wieder abzubauen sowie nun erneut zu erhöhen.

Zudem hat Goldman Sachs dieses Stimmrechtsniveau wohl nicht erreicht, indem man ausstehende Aktien von Wirecard erworben hat. Nein, die rechnerischen Stimmrechte ergeben sich wohl eher daher, dass die US-Bank in den vergangenen Tagen via Derivate, Optionen und Swaps diesen Anteil aufgebaut hat. Durchaus eine spannende Meldung, die viele Fragen offen lässt.

Wie Investoren das nun deuten können

Denn einerseits könnten die Goldmänner natürlich gegenwärtig ein berechtigtes Interesse an den Aktien von Wirecard haben. Denn womöglich ist das Unternehmen auch in diesem Jahr operativ erfolgreich gestartet. Zudem weist die aktuelle Bewertung noch immer einen erheblichen Abschlag zu den Hochs des vergangenen Jahres auf. Durchaus ein interessanter Mix bei einer so stark wachsenden Aktie.

Nichtsdestoweniger existieren allerdings auch einige Indikatoren, die ein Interesse der Goldmänner selbst an Wirecard zweifelhaft erscheinen lassen. So sind es vor allem die häufig wechselnden Stimmrechtsverhältnisse, die möglicherweise ein Indikator dafür sein könnten (Vorsicht, Konjunktiv!), dass Goldman Sachs hier andere Ziele verfolgt. Möglicherweise auch für eine andere Partei.

Oder es sind hingegen völlig normale, interne Prozesse, die hier gegenwärtig bei Goldman Sachs ablaufen – und letztlich mehr oder minder zufällig zu dieser ein wenig willkürlich erscheinenden Stimmrechtsanhäufung führen. Wobei das in meinen Augen die am wenigsten plausibel erscheinende Begründung sein dürfte.

Spannende Beteiligungsverhältnisse, definitiv!

Letztlich können wir daher leider nur mit Gewissheit sagen, dass Goldman Sachs innerhalb der vergangenen Tage und Wochen durchaus ein reges Interesse an der Aktie von Wirecard gehabt hat. Beziehungsweise an Optionen, Swaps und Derivaten, die die Papiere des innovativen Zahlungsdienstleisters als Grundlage hatten. Sei es nun bewusst oder auch nicht.

Was aus diesen Meldungen folgt, darüber können wir natürlich nur spekulieren. Allerdings könnte es durchaus den Hintergrund haben, dass Wirecard inzwischen wieder zum Tagesgeschäft zurückfindet und noch immer preiswert bewertet erscheint. Eine Überlegung wert wäre ein solches Szenario daher mit Sicherheit.

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