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Netflix Angst vor Walt Disney nicht angebracht

Nachrichtenquelle: Sharedeals
17.04.2019, 19:07  |  487   |   |   
Ende März hat Apple seinen eigenen Video-Streaming-Dienst Apple TV+ vorgestellt. Vor wenigen Tagen legte dann auch noch Walt Disney mit der Ankündigung seines Video-Streaming-Dienstes Disney+ nach. Während die Ankündigung von Apple relativ wenig Auswirkungen auf die Apple Aktie hatte, kam es bei Walt Disney durch die entsprechende Ankündigung zu einem Kurssprung. Zudem verlor die Aktie des Platzhirsches Netflix (WKN: 552484) am gleichen Tag deutlich an Wert. Ist Disney+ also tatsächlich eine Gefahr für Netflix?

Nun, die Aktie von Walt Disney konnte die Kursgewinne infolge der Ankündigung von Disney+ bisher weitestgehend verteidigen. Das spricht dafür, dass viele Anleger Walt Disney gute Chancen auf einen Erfolg von Disney+ zugestehen. Die Aktie von Netflix jedoch konnte die zuvor gesehenen Kursverluste jedoch schnell wieder ausbügeln. Dies wiederum spricht dafür, dass viele Anleger durch Disney+ noch nicht das Ende der Erfolgsstory von Netflix gekommen sehen.

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Bevor ich gleich zu den gestern vorgelegten Quartalszahlen und deren Bewertung komme, möchte ich an dieser Stelle betonen, dass ich das ähnlich beurteile. Der Markt für Video-Streaming ist nämlich meines Erachtens groß genug für mehrere Anbieter. Insofern können Netflix und Disney+ sicherlich ebenso co-existieren, wie ja auch Netflix und Amazon Prime Video co-existieren konnten.

Quartalszahlen im Rahmen der Erwartungen
Gestern Abend nun hat Netflix seine aktuellen Quartalszahlen veröffentlicht. Demnach gewann der weltgrößte Video-Streaming-Anbieter im ersten Quartal weltweit 9,6 Mio. neue Kunden, davon 7,86 Mio. im internationalen Geschäft. Folglich stieg der Quartalsumsatz um +22,2% auf 4,52 Mrd. US-Dollar und schlug somit die Konsensschätzungen von 4,49 Mrd. US-Dollar leicht. Zugleich konnte Netflix mit einem Gewinn je Aktie von 0,76 US-Dollar alle Prognosen (0,57 US-Dollar je Aktie) pulverisieren.

Gewinn? Netflix verbrennt doch massiv Geld! Das ist richtig, zeigt sich jedoch nicht in der Gewinnentwicklung, sondern in der Entwicklung des Cashflows. Denn die hohen Kosten für die Produktion neuer Inhalte werden über mehrere Jahre abgeschrieben, wohingegen die Einnahmen (in erster Linie die Abonnementgebühren, die die Kunden bezahlen) natürlich direkt anfallen. Alles in allem muss man daher konstatieren, dass das Zahlenwerk sehr gut ausschaut, auch wenn der Cashflow mit -380 Mio. US-Dollar noch negativer ausfiel als erwartet.

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