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Forex-Report Ein "politischer Blick nach Südamerika" und auf die Wirtschaft …

Gastautor: Folker Hellmeyer
18.04.2019, 10:09  |  933   |   |   

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1297 (07:22 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1290 im fernöstlichen Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 111.90. In der Folge notiert EUR-JPY bei 126.39. EUR-CHF oszilliert bei 1.1408.

Politik setzt die Rahmendaten für den globalen Wirtschaftsverkehr. Wenn aktuelle Handels- und Geopolitiken das Fundament der Weltökonomie erschüttern, ist man in Formaten wie dem Forex Report gezwungen, sich diesen Themen zu widmen. Dazu sehen wir uns leider einmal mehr gezwungen.

Die USA erhöhen den Druck auf Venezuela. Der US-Sicherheitsberater Bolton kündigte gestern Sanktionen gegen Venezuelas Zentralbank an. Er warnte alle ausländischen Akteure (u.a. Kuba, Russland, China, Nicaragua), Maduro militärisch zu unterstützen. Die USA würden solche „provokativen Aktionen“ als eine Bedrohung des internationalen Friedens und der Sicherheit in der Region betrachten.

Wir fragen uns, wo Venezuela die USA gefährdete oder gefährdet, um überhaupt das ganze US-Sanktionsregime aus der Taufe zu heben? Wer hat wen destabilisiert?

Wir fragen uns, wer provoziert, wer den internationalen Frieden bedroht und wer die Sicherheit in der Region untergräbt und kommen zu einem anderen Ergebnis als Herr Bolton. Mein Statement hat auch Gültigkeit für den Rest der Welt.

Bolton sagte, die USA würden Sanktionen gegen Kubas Militär und Geheimdienste verhängen. Der Ansatz der Obama-Regierung hätte dem kubanischen Regime die politische Deckung verliehen, um seinen „bösartigen Einfluss und ideologischen Imperialismus“ in der Region auszuweiten. Derartige Äußerungen passen zu den 50er Jahren und McCarthy! Passen die in das 21. Jahrhundert?

Anders ausgedrückt wollen die USA bestimmen, wie bilaterale Beziehungen zwischen Kuba und Venezuela auszusehen haben? Hoppla, das ist ein recht totalitärer Ansatz! Wer agiert hier in Mittel- und Südamerika imperial?

Das US-Außenministerium teilte mit, dass künftig vor Gerichten bestimmte, bisher verbotene Klagen gegen ausländische Unternehmen zugelassen würden. Dabei gehe es um Firmen, die bei ihren Geschäften auf Eigentum zurückgreifen, das von Kubas Führung seit der Revolution von 1959 konfisziert wurde. Potenziell drohen europäischen und anderen ausländischen Firmen Klagen, deren Streitwert sich auf mehrere Mrd. USD belaufen könnte.

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