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Neuer Airbus-Chef "Ziel ist das emissionsfreie Fliegen"

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
20.04.2019, 08:24  |  1777   |   |   
Toulouse (dts Nachrichtenagentur) - Der neue Airbus-Vorstandsvorsitzende, der Franzose Guillaume Faury, macht seinem Unternehmen die Vorgabe, in Zukunft das Fliegen ohne Schadstoffe zu ermöglichen. "Unser Ziel ist das vollkommen emissionsfreie Fliegen", sagte der 51 Jahre alte Manager der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstagsausgabe). "Wir arbeiten an Technologien, die den Spritverbrauch und die Emissionen unserer Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge im kommenden Jahrzehnt deutlich senken sollen."

Die kleineren vollelektrischen Versuchsmodelle namens City-Airbus und Vahana seien nur ein erster Schritt. "Wenn sie einsatzfähig sind, werden wir die Maschinen schrittweise vergrößern. Da werden noch einige Jahre vergehen, nicht aber Jahrzehnte. Ende des kommenden Jahrzehnts oder Anfang des darauffolgenden Jahrzehnts ist der Start eines kommerziellen Betriebs denkbar", sagte Faury. Der Franzose ist an der Airbus-Spitze Nachfolger des Deutschen Tom Enders. Der Klimaschutz ist eines seiner wichtigsten Anliegen, sagte er. Was die Regulierung angeht, würden dafür globale Abkommen gebraucht - "keine regionalen oder lokale Insellösungen, die kontraproduktiv sind". Die Besteuerung von Flugbenzin lehnt er ab. Stattdessen seien Vereinbarungen auf Ebene der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO mit Sitz in Montreal sinnvoll. Auf ICAO-Ebene wurde im Rahmen des Abkommens Corsia vereinbart, dass sich das Emissionsvolumen (abgesehen von einigen Ausnahmen) von 2020 an stabilisieren soll; von 2035 an soll es zurückgehen und bis 2050 soll es sich halbieren. Die Corsia-Vereinbarung ist auf der ICAO-Vollversammlung vor drei Jahren gestartet worden. 79 Staaten haben die Teilnahme an einer freiwilligen Pilotphase ab 2021 unterzeichnet. "Wir brauchen noch die Unterstützung der Vereinigten Staaten, Chinas und anderer. Doch der internationale Konsens ist auf gutem Wege", sagte Faury. Darüber hinaus rief er dazu, das Luftverkehrs-Management zu modernisieren, womit 10 bis 15 Prozent des Treibstoffverbrauchs und der CO2-Emissionen eingespart werden können. Zusätzlich sollten Bio-Treibstoffe eingesetzt werden. Für schadstofffreie Flugzeuge reichen die heutigen Batterien indes nicht aus, weil sie nicht stark genug seien. "Daher müssen wir an Wasserstoff, Bio- und synthetische Treibstoffe, auch so genannte "Power to Liquids" denken", sagte der neue Airbus-Chef.
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Kommentare

Der Treibstoff für den Autoverkehr ist doch schon mit einer CO2 Steuer belegt, sie heißt nur anders, nämlich Mineralölsteuer.
Je mehr CO2 man freisetzt, also Mineralöl verbraucht, desto mehr zahlt man.
Anders sieht es aus beim Heizen, da liegt nur die Mehrwertsteuer auf Gas und Öl.
Da sollte man noxh zusätzlich die CO2 Steuer einführen, ebenso auf den Stromanteil, der mit Kohle und Gas erzeugt wird.
Dann das Fliegen, da gibt es auch noch keine CO2 Steuer. Da ist Nachbesserungsbedarf.
"Wir brauchen noch die Unterstützung der Vereinigten Staaten, Chinas und anderer"

Dann sieh mal zu, wie Du die Unterstützung der Chinesen kriegst, Du Knallcharge.
Wenn alle Energieträger einheitlich mit dem selben CO2 Steuersatz belegt wären, statt dieses hinterhältige System was die Regierungen jetzt konstruiert haben, würde es wieder nach Vernünft zugehen.

So lange aber der Hin- und Rückflug weniger kostet als das Essen im Junkfood Restaurant für zwei Tagen, muss ich zugeben, macht es mir selber auch nichts aus.
Moin moin. Jo. Und die Passagiere werden die Parkhäuser mit ihren 3 Liter-Autos beparken. Freu mich auf die Zukunft 🧚‍♀️

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