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Wie man vorzeitig in den Ruhestand geht

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
21.04.2019, 08:59  |  2845   |   |   

Wie oft hast du die folgende Frage schon gehört: „Und, wie lange musst du noch?“ Gemeint ist natürlich die Zeit, die noch bis zur Rente „abgesessen“ werden muss.

Einerseits finde ich diese Frage verstörend. Das klingt, als wären wir hier im Gefängnis und würden jeden Tag kleine Striche als „Countdown“ ins Mauerwerk ritzen.

Andererseits ist die Frage natürlich berechtigt: Der eine geht früher in den Ruhestand und der andere etwas später. Aber wie kann man möglichst vorzeitig in den Ruhestand gehen?

Der Weg ist das Ziel

Zunächst ist die Frage zu klären: Was ist „vorzeitig“? Die sogenannte Regelaltersgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung liegt aktuell bei 67 Jahren. Alles darunter müsste somit als „vorzeitig“ gelten.

Für einen Ruhestand mit 66 quält sich sehr wahrscheinlich niemand früher aus dem Bett. Ein Renteneintrittsalter von 50 Jahren klingt schon besser. Der Jackpot dürfte allerdings die Rente mit 40 sein. Das nenne ich vorzeitig.

40 ist ein gutes Alter. Zu diesem Zeitpunkt dürften manche bereits auf eine Karriere von gut zwei Jahrzehnten zurückblicken. Gleichzeitig ist der Geist noch genauso willig wie das Fleisch. Bei „Office Junkies“, die ihr Arbeitsleben in einem Bürostuhl verbracht haben, dürfte sich der Verschleiß wahrscheinlich in Grenzen halten.

Nachdem das Renteneintrittsalter definiert wurde, bleibt zu klären, welcher Lebensstandard im Ruhestand gehalten werden soll. Gleichermaßen sollte einem grob klar sein, welcher Lebensstandard die Ansparphase bieten soll.

Rein und raus

Ansparphase? Ja, genau. Wer vorzeitig in den Ruhestand gehen will, der muss das schon selbst in die Hand nehmen. Die gesetzliche Rentenversicherung hat derzeit andere Probleme.

Das beste mir bekannte Instrument zum Vermögensaufbau ist und bleibt die Aktie. Jedenfalls dann, wenn man dieses Instrument auch zu beherrschen weiß. Aber das ist ein anderes Thema.

Angenommen, die Wahl fällt auf den allseits beliebten DAX. Dann winken (historisch betrachtet) durchschnittlich etwa 8 % Rendite pro Jahr (Stand: 14.04.2019). Die Betonung liegt auf durchschnittlich. Das schließt temporäre Kursverluste im zweistelligen Bereich natürlich mit ein. Aber auch das ist ein anderes Thema.

Aber was wäre eine optimale monatliche Sparrate? Um diesen Betrag zu errechnen, ist die Ermittlung eines Ansparziels unumgänglich. Wie bereits erwähnt, ist diese Größe eng mit dem Lebensstandard verknüpft, den man in der Ansparphase und in der Entnahmephase halten will. Das Ansparziel ist daher hochgradig subjektiv. Schade, denn mit einer schönen runden Zahl könnte ich hier sicher glänzen. Andererseits bedeutet das auch ein Stück Freiheit. Denn im Gegensatz zum Schlachtfeld Börse hat man seinen persönlichen Lebensstandard selbst in der Hand. Wer sich hier zurückhält, kann das Ansparziel entsprechend niedrig hängen.

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