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Aurora Cannabis, Canopy Growth, Tilray: Welche Aktie wird zum Amazon der Cannabis-Branche?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
22.04.2019, 16:04  |  3825   |   |   

In letzter Zeit wurde die Begeisterung für Cannabis-Aktien mit dem Dotcom-Boom Ende der 90er Jahre verglichen. Und die meisten dieser Vergleiche erinnern dann auch daran, dass der Dotcom-Boom für die meisten Unternehmen in der Pleite endete.

Ein richtiger Flop, an den ich mich noch gut erinnere, war Webvan, ein Internet-Lebensmitteleinzelhändler, der irgendwann plötzlich 1,2 Milliarden USD wert war, bevor der Wert in den Keller rasselte. Es gibt da viele solcher Storys. Natürlich gab es auch ein paar Erfolgsgeschichten. Die wohl bekannteste davon ist Amazon.com (WKN:906866). Die Aktie ist seit dem Höhepunkt der Dotcom-Blase um mehr als 2.400 % gestiegen und seit dem Börsengang noch einmal um einiges mehr.

Die drei größten Cannabis-Aktien derzeit am Markt sind Aurora Cannabis (WKN:A12GS7), Canopy Growth (WKN:A140QA) und Tilray (WKN:A2JQSC). Aber welche dieser drei Aktien könnte zum „Amazon des Cannabis“ werden?

Die Erfolgsgeheimnisse von Amazon

Nicht wenige Menschen haben versucht, die Gründe für den enormen Erfolg von Amazon zu benennen. In Wirklichkeit dürfte aber eine ganze Reihe von Gründen in Frage kommen.

Mein Kollege Brian Stoffel schrieb vergangenes Jahr einen Artikel über „20 Jahre voller Weisheiten“ (Link führt auf US-Seite) von Amazons CEO Jeff Bezos. Brian sammelte im Laufe der Jahre die besten Zitate aus Bezos‘ Briefen an die Aktionäre. Es ist eine gute Lektüre, und ich denke, dass darin gleich mehrere treibende Faktoren für die hervorragende Performance von Amazon deutlich werden.

So betonte Bezos von Anfang an, dass Amazon auf ganz lange Sicht ausgerichtet sei. Er schrieb 1997: „Aufgrund unserer langfristigen Ausrichtung können wir Entscheidungen treffen und Kompromisse anders abwägen als andere Unternehmen.“

Der Erfolg von Amazon beruht auch darauf, dass mehrere Wege zum Wachstum gegangen wurden. Es war für Amazon entscheidend zu wissen, welche Wege gegangen werden müssen und von welchen man sich früh verabschiedet. 2006 ging Bezos näher auf die Kriterien von Amazon bei der Auswahl neuer Chancen ein.

Bezos führte gleich mehrere Dinge als Erklärung für den eigenen Erfolg an, während viele andere Dotcom-Unternehmen strauchelten. Das Unternehmen konzentrierte sich auf den Kunden und hat aus seinen Fehlern gelernt. Außerdem war Amazon der freie Cashflow wichtiger als Gewinne. Was die Cannabis-Branche angeht, denke ich, dass die beiden Schlüsselideen von einerseits langfristiger Perspektive und andererseits mehreren Wachstumskanälen relevant sein werden und sich übertragen lassen.

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