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Barrick/Newmont: Behörden geben grünes Licht für Joint Venture

Nachrichtenquelle: Rohstoffbrief.com
23.04.2019, 15:01  |  1053   |   |   

Barrick Gold und Newmont Mining machen Tempo bei der Zusammenlegung ihres Geschäfts in Nevada. Die Behörden haben nun vorzeitig grünes Licht für das geplante Joint Venture gegeben.

Abschluss vor Quartalsende

Es ist der größte Zusammenschluss zweier Rohstoffunternehmen seit einer halben Ewigkeit (mehr hier: „Die größten Mining-Deals aller Zeiten“). Denn Barrick Gold und Newmont Mining wollen ihre Aktivitäten in Nevada zusammenlegen. Die Behörden werden dabei nicht zum Stolperstein, wie die beiden Unternehmen mitteilten. Denn sie haben entsprechende Anforderungen erfüllt (mehr hier), eine vorgeschriebene Warteperiode wurde sogar verkürzt. Demnach kann das Joint Venture nun auch juristisch in Angriff genommen werden. Die beiden Konzerne planen, ihre kompletten Aktivitäten in dem US-Bundesstaat zusammenzulegen. Damit entsteht der wohl größte Goldproduzent der Welt, der zuletzt auf eine pro forma Jahresproduktion von rund 4,1 MIo. Unzen kam. Barrick-CEO Mark Bristow hatte angekündigt, dass man in den ersten Jahren jeweils Synergien von 500 Mio. US-Dollar heben kann. Nun werde daran gearbeitet, die Assets so schnell wie möglich zusammenzulegen und diese Arbeiten noch vor Ende des Quartals abzuschließen. An dem geplanten Unternehmen wird die kanadische Barrick 61,5 Prozent der Anteile halten, die US-amerikanische Newmont entsprechend 38,5 Prozent.

Zu wenig Goldreserven

Das gemeinsame Joint Venture ist in einer der goldreichsten Regionen der Welt aktiv, Nevada wäre allein die viertgrößte Goldnation der Welt. Die Frage ist, ob man die versprochenen Synergien auch wirklich heben kann. In der Vergangenheit haben Unternehmen meistens nicht das halten können, was das Management den Aktionären vor solch einem Deal versprochen hatte. Das gilt über alle Branchen hinweg. Sollte das Joint Venture schon Ende Juni stehen, dürften die Spekulationen über eine mögliche Expansion zudem anhalten. Offiziell besitzt man Reserven in Höhe von 48 Mio. Unzen Gold in Nevada. Doch Beobachter zweifeln das an und gehen eher von 40 Mio. Unzen aus. Das reicht gerade einmal für zehn Jahre, wenn man die Förderung stabil halten will.

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