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Demokratie CSU-Schatzmeister wirft Daimler "Schwächung der Demokratie" vor

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
24.04.2019, 00:00  |  1665   |   |   

München (dts Nachrichtenagentur) - Nach der Entscheidung des Autobauers Daimler, kein Geld mehr an Parteien zu spenden, hat der Schatzmeister der CSU, Thomas Bauer, dem Konzern vorgeworfen, die Demokratie zu schwächen. "Sich um die Demokratie zu kümmern, ist eine Bürgerpflicht", sagte Bauer der "Welt" (Mittwochsausgabe). "Und ein großes Unternehmen wie Daimler ist auch eine Art Bürger. Nun leistet die Firma einen Beitrag zur Schwächung der Demokratie und tut nicht etwa eine gute Tat. Man stiehlt sich aus der Verantwortung."

Bauer prangerte auch das Verhalten anderer großer Firmen an: "Siemens gibt seit vielen Jahren nichts mehr, BMW, VW, jetzt Daimler. All diese großen Firmen kommen ihrer demokratischen Verpflichtung nicht mehr nach." Der CSU-Schatzmeister lehnt es kategorisch ab, Parteien in noch stärkerem Maße als bisher oder gar komplett durch den Staat finanzieren zu lassen. "Eine Partei, die allein durch den Staat finanziert ist, ist eine Staatspartei im sozialistischen Sinn und verliert völlig ihre Unabhängigkeit." Die staatliche Parteienfinanzierung sei eine Zusatzfinanzierung. "Ich finde es absurd, wenn immer mehr Bürger leichtfertig sagen, der Staat soll doch die Parteien finanzieren. Das ist das Ende der Demokratie, wie wir sie kennen."



4 Kommentare

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Kommentare

Ich würde es eher als eine Stärkung der Demokratie ansehen, wenn die Wirtschaft aufhört Parteien zu stützen, die das Kerngeschäft der Automobilindustrie zerstören wollen. Wer gegen Autos mit Verbrennungsmotor agiert, kann nicht ernsthaft auf eine Unterstützung durch die Autoindustrie hoffen.

Der Demokratie wird es nicht schaden, wenn die Futtertröge der Parteibonzen künftig nur noch halb so voll sind.
Er sollte sich eher mal überlegen warum den Parteien Wähler und Mitglieder in Scharen weglaufen. Die
CSU wird bei den Europawahlen ein Desaster sondergleichen erleben. Verdient hat sie es, am besten diese Beliebigkeitspartei würde völlig verschwinden. Den widerlichen Selbstbereicherern und kriminellen "Gutmenschen" im Dunstkreis der Merkelsekte auch nur einen Pfennig zu spenden heißt im Umkehrschluss doch nichts anderes als den eigenen Untergang mit zu finanzieren.
Aber diese Firmen bezahlen doch eh ihre Steuern!
Mehr,als diese pflicht,kann man ihnen demokratischer Weise wohl nicht abverlangen.
Wenn man hier den grünen Daumen gibt,bedeutet das etwa,dass man das Gewimmer genießt?
Wenns mal wieder gegen die Bürger,in diesem land geht,ist man ja auch nicht vornehm,da muss man schon mal ein Echo vertragen können,ich glaub,das wird eher noch schlimmer werden!^^

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