DAX+0,62 % EUR/USD-0,09 % Gold+0,10 % Öl (Brent)-2,20 %

Dutschke, Robin Hood, Camus Robert Habecks Vorbilder

Gastautor: Rainer Zitelmann
26.04.2019, 08:22  |  1813   |   |   

Beim Brigitte-Talk zählt Robert Habeck seine Vorbilder auf. Bezeichnend ist, dass darunter weder ein Demokrat noch ein Marktwirtschaftler ist. Und alle drei hatten, vorsichtig ausgedrückt, zumindest ein problematisches Verhältnis zum Rechtsstaat.

 

Ansgar Graw berichtet in der „Welt“ von einer Veranstaltung der Zeitschrift „Brigitte“ mit dem Grünen-Chef Robert Habeck.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article192482835/Robert-Habeck ...

 

In dem Bericht heißt es:

"Die Fragen sind freundlich, sehr freundlich. Habeck bekommt Raum, um sich sympathisch zu präsentieren, nachgebohrt wird nicht. Etwa als er anbietet, drei Vorbilder zu benennen, und dann zählt er auf: Erstens Robin Hood (auf der Basis eines Disney-Films, den Habeck mit sechs Jahren sah). Zweitens: Albert Camus, dessen ‚Mythos des Sisyphos’ (den wir uns bekanntlich ‚als einen glücklichen Menschen vorstellen’ müssen) er mit ungefähr 16 Jahren las und der ihn dazu brachte, Philosophie zu studieren: ‚Aber als Philosophen würde ich mich deshalb nicht betrachten.’ Und drittens mit Blick auf die 68er: ‚Den Mut von Rudi Dutschke, der war prägend für mich in einer Zeit, in der ich Mut gesucht habe – aber ohne diesen ganzen Mao-Quatsch!’ Und dann erschrickt Habeck vor seinem Mut und bittet: ‚Aber jetzt nicht daraus machen, Dutschke wäre mein Vorbild!’ Nanu, hatte er das nicht gerade gesagt? Nachgefasst wird leider nicht.“

 

Offenbar kam niemand auf der Veranstaltung auf die Idee zu fragen, warum ihm keine Vorbilder eingefallen seien, die für Rechtsstaat, Demokratie und Marktwirtschaft sind. Kritisiert wurde lediglich, dass keine Frau unter seinen Vorbildern sei. Vermutlich wären alle zufrieden gewesen, wenn er beispielsweise Rosa Luxemburg angeführt hätte.

Auffallend ist:
- Keiner der drei Genannten war Anhänger der Marktwirtschaft.

- Keiner der drei Genannten steht für die parlamentarische Demokratie

- Alle hatten zumindest, um es vorsichtig zu sagen, ein schwieriges Verhältnis zum Rechtsstaat.

 

Albert Camus war zunächst Mitglied der Kommunistischen Partei, wurde aber später ein Kritiker des Stalinismus und Anarchosyndikalist. Er war gegen die parlamentarische Demokratie. Wirtschaftlich gesehen trat er für ein System ein, in dem die Produktionsmittel in den Händen der Gewerkschaften liegen. Er wünschte sich eine „internationalistische Ökonomie, in der die Rohstoffe verstaatlicht werden, der Handel kooperativ organisiert und die kolonialen Absatzmärkte allen zugänglich gemacht werden und das Geld selbst Kollektivstatus erhält.“

Seite 1 von 2


4 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Kommentare

Das "Positive" an einer Gruenen Regierung ist wohl, dass sich gegenueber der Gruenen Merkelregierung kaum was aendern wird. Und auf EU Ebene wird mit Weber nun auch ein Gruener installiert (ironischerweise mit CSU Parteibuch ...)
Mut hätte er bei dem gezeigt, aber dann wohl erst nach der Machtergreifung:

Bild: https://dailyasianage.com/library/1520188975_5.jpg

Mich gruselt vor einem wie Habeck.
Nun Herr Dr. Zitelmann,

das nicht funktionieren der Demokratie und des "Rechtsstaates" kann man jeden Tag zur Genüge in unserem Land beobachten.

Theoretisch haben wir alle Gesetze und Institutionen die dafür nötig sind, nur hat das System einen gravierenden Fehler:

Es setzt auf "Freiwilligkeit", da keiner die Einhaltung der Gesetze kontrolliert noch die Erstellung selbiger in den Gremien so geschrieben werden, das sie nicht auslegbar bzw. unendlich dehnbar sind.

Das merken intelligente menschen und fragen sich mit Recht wen diese "Demokratie und dieser Rechtsstaat" eigentlich wirklich schützen möchte.

Sie brauchen nur auf den täglichen Irrsinn auf Deutschlands Straßen zu schauen. Da regieren die doofen mit ihren BMW-Audi und Mercedes, die Macht der Ps-Boliden und nicht die Straßenverkehrsordung Herr Zitelmann.

Und da schließt sich der Kreis zu Robert Habeck:

Denn diese mehr als dumme Politik, hat dazu geführt das sich solche Leute wie Habeck erst profilieren
konnten---hier wird nämlich Umweltschutz mit Dämlichkeit verwechselt.

Wer wählt denn die Grünen??? SOV Fahrer die im Porsche vorm Denz-Biomarkt stehen---das ist Gemüse dann nur gesund wenn es verschrumpelter aussieht als der kaufende Kunde.
nervt dich schon übel, dass die grünen so nen tauglichen spitzenmann haben wie den habeck, was zitti? fast genauso wie christian lindner, den chef von deiner zahnarzt- und deutschewohnenpartei. der redet auch nur noch über die grünen, guck mal auf seine facebook posts: nix als gebashe auf billigstem niveau. robin hood aus dem 13. jahrhundert den rechtsstaat von heute vorzuhalten, alles klar! und hätte der feige CL wengstens nen drittel mut von rudi dutschke gehabt, hätten wir jetzt nicht diese dämliche groko. danke auch noch mal für deine stimme dafür! neben der linken und der afd vertrittst du ja jetzt auch quasi die fundamentalopposition. fast wie dutschke, nur dass der nicht so opportunistisch war und in gesamtperson ja auch explizit nicht das vorbild von habeck. aber wer sind eigentlich ihre vorbilder? maggi thatcher? jürgen schneider? onkel dagobert?
lächerliches geschreibsel, ehrlich.

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel
wallstreet:online KOSTENLOS AM PULS DER BÖRSE

Behalten Sie den Durchblick im Gebühren-Dschungel

Kostenlos & Exklusiv

Hiermit informieren wir Sie über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten durch die wallstreet:online AG und die Ihnen nach der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) zustehenden Rechte. Zu den Informationen


(siehe https://www.wallstreet-online.de/newsletter)

Jetzt abonnieren