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Fondsmanagement unter der Lupe Herr Kopf, zugegeben, Ihr Fonds läuft, aber was passiert beim Börsen-Crash?

26.04.2019, 16:36  |  5623   |   |   

Das Fondsmanagement des Patriarch Classic TSI reitet auf der "The-Trend-Is-Your-Friend-Welle". "wallstreet:online" wollte von Michael Kopf, Senior Vertriebs- und Schulungsleiter bei Patriarch Fonds, wissen, wie es im Maschinenraum des Fondsmanagements aussieht. Und was passiert eigentlich, wenn der Trend nur die Richtung "drastische Kursverluste" anzeigt?

wallstreet:online: Ok, zugegeben, fast 15 Prozent plus seit Jahresbeginn und 76,51 Prozent plus seit Auflage im Januar 2014  mit Ihrem Patriarch Classic TSI sind eine deutliche Ansage an die Konkurrenz und auch an den DAX, der mit gut 13 Prozent (Stand: 23.04.2019) seit Jahresbeginn schlechter abschneidet. Aber was passiert, wenn der Markt einbricht? Wie wollen Sie mit ehemaligen High-Flyern Ihre Fonds-Performance halten? Also: Wie sichern Sie den Fonds in schwachen Börsenzeiten ab?

Michael Kopf: Die Abkürzung "TSI" im Fondsnamen "Patriarch Classic TSI" steht für "Trend Signale Indikator". Das TSI System basiert im Wesentlichen auf den Erkenntnissen von Robert A. Levy und seiner Relativen Stärke nach Levy (RSL). Es zeigt in einer TSI Rangliste die trendstärksten Aktien an, in welche dann investiert wird. Parallel dazu werden auch die Marktindizes dieser Trendbetrachtung unterworfen. Zeigen sich die Märkte schwach, werden verkaufte Aktien nicht durch neue Titel ersetzt, sondern erst einmal Cash im Fonds aufgebaut. Der Fonds kann bis zu 49 Prozent in Cash gehen. Sollte diese Absicherung nicht ausreichen, können die verbleibenden 51 Prozent Aktienanteil im Fonds mit Short DAX ETFs weiter – bis zu 100 Prozent - abgesichert werden. Drehen die Märkte wieder ins positive, werden die Cash Positionen rasch abgebaut und wieder bis zu 100 Prozent in trendstarke Aktien investiert.

wallstreet:online: Wieso gilt Ihr Patriarch Classic TSI als aktiv gemanagter Fonds? Ist es nicht eigentlich ein Computerprogramm, das auf Basis eines Rechenmodells von Robert A. Levy die zeitweise stärksten Aktien herausfischt und die schwachen Titel automatisch abstößt? Inwiefern reicht nicht einfach ein kostenschlanker Robo-Fondsmanager?

Michael Kopf: Auf den ersten Blick könnte man wirklich meinen, dass das "TSI System" alleine den Fonds managt. Doch ohne Mithilfe des Menschen klappt es doch nicht. Der Trend Signal Indikator (TSI) analysiert die einzelnen Aktien aus dem HDAX und dem Nasdaq100 und gibt diese in einer fortlaufend überwachten und aktualisierten TSI-Rangliste aus. Diese Liste wird aber von Menschenhand auf Plausibilität überprüft. Liegt für einen Wert beispielsweise ein Übernahmeangebot vor, bestimmt dieses Thema erfahrungsgemäß alleinig den Kursverlauf. Das könnte das TSI System veranlassen, diese Aktie in die Rangliste aufzunehmen oder gar prominent zu platzieren. Doch solch ein Investment wäre Harakiri und deshalb werden solche Werte manuell überprüft und wenn nötig aussortiert. Somit wird die Qualität des Patriarch Classic TSI Portfolios gewährleistet.

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