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Endlich wird darüber diskutiert Die Vorurteile von Vorurteilsforschern

Gastautor: Rainer Zitelmann
29.04.2019, 08:45  |  2166   |   |   

Seit Jahren verbreiten Vorurteilsforscher Vorurteile über die angeblich ausländerfeindlichen Deutschen. Erfreulich, dass im Zusammenhang mit der soeben veröffentlichten Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung erstmals öffentlich über fragwürdige Methoden einiger Vorurteilsforscher diskutiert wird.

 

Sogar linken Journalisten wie Klaus Kleber und dem ehemaligen SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel wurde es jetzt zu bunt: „Offenbar wollten die Autoren der Studie bereits feststehende Meinungen bestätigen, dafür haben sie die Ergebnisse der Umfrage entsprechend interpretiert“, so Gabriel. Laut Studie haben 54 Prozent der Befragten Vorbehalte gegen Asylbewerber. „Wenn man die hohe Zahl von Nicht-Asylberechtigten kritisiert, die dennoch im Land bleiben, läuft man doch nicht gleich Gefahr, ins Lager der Ausländerfeinde abzudriften“, sagt er. Für die Einhaltung von Recht und Gesetz einzutreten sei nicht rechtspopulistisch, es so zu interpretieren sei „dumm und unredlich“.

 

Zuvor hatte Klaus Kleber in einem Interview der „heute“-Sendung eine kritische Frage zur Methode der Studie gestellt, die allerdings herausgeschnitten wurde – was er wiederum öffentlich gemacht hat. Das ist ein enormer Fortschritt, denn bislang wurden Ergebnisse solcher Studien unkritisch verbreitet und kaum jemand fragte nach den Methoden. Die Vorurteile in Vorurteilsstudien sind nämlich kein neues Phänomen – und beschränken sich auch nicht auf Studien in Deutschland. In meinem Buch „Die Gesellschaft und ihre Reichen“ habe ich mich im 1. Kapitel kritisch mit diesem Thema befasst. Hier ein Auszug, der zeigt, dass die Probleme in der Fragestellung bei solchen Studien liegen:

 

„Subtile Vorurteile zeichnen sich laut der Vertreter dieses Ansatzes durch drei Komponenten aus: Die erste Komponente stelle die „Verteidigung traditioneller Werte“ dar, wobei kritisch gesehen werde, dass sich Fremdgruppenmitglieder nicht gemäß diesen Werten verhielten. Die zweite Komponente stelle eine Überprononcierung kultureller Unterschiede dar, so dass die Differenzen zwischen der Eigen- und der Fremdgruppe stark betont würden. Die dritte Komponente bestehe in einer Abwesenheit jeglicher positiven Emotionen für Mitglieder der Fremdgruppe.

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3 Kommentare

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Kommentare

Ausgezeichnet! Solche differenzierten Analysen sucht man meist vergeblich in unserer Mainstream-Presse.

Ich befürchte allerdings, dass bei manchen Lesern das intellektuelle Niveau nicht ganz ausreichen könnte, um diesen Gedankengängen adäquat zu folgen.

Köstlich auch die Feststellung, dass Klaus Kleber selbst zugegeben hat, dass die (einzig) kritische Frage im Heute-Interview herausgeschnitten wurde. So geht AZD Gehirnwäsche im Jahre 2019.

Schöne Grüße, O.D.
Seit Jahren immer der gleiche "Brei" den DR.DR. Immobilicus hier zum Besten gibt ....


Selbst auch nur das üblichen MIMIMI über die verkannten Erfolg ?? "Reichen" die den Kapitalismus zulasten von Menschen , Umwelt und Freiheit als Lebenszweck und Gral erkannt haben und leider
nicht genug gewürdigt und hoffiert werden.

Wie oft wird er uns noch mit solch unerheblichen , langweiligen , unwesentlichen , seitenlang ausgewälztem Sermon heimsuchen .

Wen will er mit solchem Quark gewinnen, erreichen , beeindrucken ?? AFD-Klientel ??

Quando

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