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Bsirske AfD "tritt Arbeitnehmerinteressen mit Füßen"

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
30.04.2019, 05:00  |  5229   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Verdi-Chef Frank Bsirske hat die AfD vor dem 1. Mai hart attackiert. "Mit ihrer Politik tritt diese Partei Arbeitnehmerinteressen mit Füßen", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Dienstagsausgaben). Die AfD plädiere für ein Zurück in nationale Beschränktheit, sie wolle raus aus dem Euro und der EU: "Das ist die falsche Antwort auf die globalen Herausforderungen: Klimawandel, Fluchtbewegungen, Finanzkrisen, Terrorismus, internationale Handelskonflikte erfordern ein Mehr an Zusammenarbeit und Miteinander. Der Welt geht es nicht dann am besten, wenn jeder nur an sich denkt."

Bsirske warf der AfD "kalten Wirtschaftsliberalismus" vor. "Leute wie Meuthen wollen die Arbeitslosen- und Rentenversicherung abschaffen. Jeder soll privat vorsorgen", sagte er. "Die AfD fordert die Wiedereinführung der D-Mark, was einen Aufwertungsschock zur Folge hätte. Den Marsch in die Wirtschaftskrise zum Parteiprogramm zu machen – was für ein Schwachsinn!" AfD-Mitglieder seien jedoch bei Demonstrationen zum 1. Mai willkommen, wenn sie dorthin kämen, um die Forderungen der Gewerkschaften zu unterstützen. "Ich bin gegen pauschale Unvereinbarkeitsbeschlüsse", sagte der Verdi-Chef. Das gelte jedenfalls für das Stadium, in dem sich die AfD im Augenblick befinde. "Statt auf administrative Methoden zu setzen, müssen wir die inhaltliche Auseinandersetzung suchen – in der Öffentlichkeit ebenso wie in den Betrieben und auch innerhalb der Gewerkschaften." Bsirske sagte, man müsse sich jedoch mit den sozialen Ursachen von Protestwahlverhalten auseinandersetzen und mit den Sorgen der Menschen, zum Beispiel was bezahlbaren Wohnraum und was ihre Absicherung im Alter angehe. "Man muss für faire Löhne sorgen, für mehr Tarifbindung und starke Betriebsräte. Dort, wo es Tarifverträge gibt und Betriebsräte, hat die AfD erwiesenermaßen schlechte Karten", sagte der Verdi-Chef.

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Kommentare

ja der Bsirske ***

der sorgt dafür,
das der DEUTSCHE ARBEITER,
mit seiner Arbeitskraft, Gesundheit und Steuern die EU und ihn selber am Leben erhält ...

Gott segne den Deutschen Michel *** und gibt ihm Kraft und langes Leben ***
Weder will die AfD das, noch steht es in deren Wahl- oder Parteiprogramm.

Während die SPD engagierte Gewerkschafter hinaus ekelt, gehen die gerne zur AfD.
Das beweist doch alles!
Offensichtlich kann oder will Bsirske nicht lesen.

Er möchte den Altparteien für die EU-Wahl Schützenhilfe leisten und erweist ihnen einen Bärendienst.
Stilles wasser, ja Wasser predigen und Wein saufen !!! Wie sich solch eine Aufsichtsratstätigkeit als Berufsgewerkschafter verträgt, ist mir schleierhaft.

Am Hungertuch nagt der Bonze nicht !
Auszug aus Wikipedia zu H. Bsirske:
...
Aus der Aufsichtsrat-Tätigkeit bei der Lufthansa erhielt er 2010 insgesamt 175.000 Euro[7], als Aufsichtsratsmitglied der Deutschen Postbank mehr als 18.000 Euro[8] und aus der Tätigkeit als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender beim Energiekonzern RWE noch einmal 234.000 Euro im Jahr 2010.[9]
...
Einem Artikel in der Frankfurter Rundschau vom 5. August 2008 zufolge hatte Bsirske sein Einkommen schon vor langer Zeit offengelegt. Nach Angaben seines Sprechers verdiente er damals 175.000 Euro im Jahr. Von seinen Vergütungen als Aufsichtsrat bei der Lufthansa und RWE in Höhe von insgesamt 427.000 Euro im Jahr behielt er laut seinem Sprecher 50.900 Euro. …


https://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Bsirske

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