Werden ICOs demnächst von STOs abgelöst? - Marvin Steinberg gibt Einblick in den Krypto-Markt

Nachrichtenquelle: Manfred Stock
03.05.2019, 11:51  |  1578   |   |   

Marvin Steinberg, führender Experte auf dem europäischen ICO/STO-Markt sagt Security Token Offerings (STOs) werden im Bereich der Kryptowährungen immer wichtiger. Sie bilden für Startups und mittelständische Unternehmen eine wichtige Alternative zu Initial Coin Offerings (ICOs), werden diese aber nicht komplett ersetzen.

Security Coin Offerings sind eine sichere Alternative zu Initial Coin Offerings. Bildquelle: TBIT / Pixabay

Initial Coin Offerings oder kurz ICOs sind eine Art der Finanzierung von Startups im Bereich der Kryptowährungen. Investoren erhalten Token, die auf Blockchain wie NEO, EOS und Ethereum basieren. Hierüber werden zusammen mit den Startups „Smart Contracts“ erstellt, die die jeweiligen Konditionen und Bedingungen des jeweiligen ICO ausführen.

Der Aufstieg der ICOs

Allein zwischen Januar 2016 und September 2018 haben ICOs weltweit über 13 Milliarden US-Dollar eingesammelt. Und auch in Deutschland haben Investoren und Existenzgründer den Wert von ICOs erkannt. So wurden 2017 fünf Prozent aller deutschen Startups mithilfe von ICOs finanziert. Marvin Steinberg, Gründer von CPI Technologies,hat 2016 einen der ersten Blockchain-Dienstleister auf den Markt gebracht und Kunden dabei geholfen, insgesamt 250 Millionen US-Dollar für ihre erfolgsversprechenden Projekte zu sammeln. ICOs waren in den letzten Jahren eine der wichtigsten Finanzierungsmöglichkeiten. So sagt der Blockchain-Experte Steinberg: „Die ICOs präsentieren für Start-ups und mittelständischen Unternehmen im Bereich der Krypto-Branche die ideale Finanzierungsmöglichkeit. Mithilfe von ICOs können sie den Umweg über die traditionellen Kapitalmärkte einsparen und können Gelder direkt in ihre Projekte investieren, anstatt Prozente an Gebühren oder Dritte zu verlieren.“

Mit CPI-Technologies bietet Marvin Steinberg Start-ups und gestandenen Unternehmen Komplettlösungen zur Integration ihrer Geschäfte in den Krypto-Markt an. Software wie auch Hardware werden auf die Bedürfnisse der Kunden abgestimmt und an das Marketing-Konzept des jeweiligen Projekts angepasst. Das Team von CPI Technologies hat mittlerweile schon über 47 Unternehmen dabei geholfen, Projekte zu etablieren und damit über 32.000 BTC abzuwickeln. Mithilfe von Analysen, A/B-Tests und fortlaufender Optimierung der Kundenerfahrung konnten auch die Verkäufe der Kooperationspartner um 182 Prozent gesteigert werden.

Marvin Steinberg ist schon seit Jahren Experte im Bereich der Kryptowährungen und gilt als ICO-Guru. Bildquelle: Marvin Steinberg

Nicht alle Start-ups haben ihre Investoren mit Erfolgen belohnen können.So meldete Business Insider, dass 2017 gerade einmal 48 Prozent der ICOs erfolgreich waren. Zudem hat die amerikanische Börsenaufsicht SEC im Januar 2018 einen der größten ICOs geschlossen. Der ICO der AriseBank aus Dallas hat laut eigenen Angaben über 600 Millionen US-Dollar eingesammelt, doch bemängelte die SEC, dass der ICO Investoren zu wenig schütze und bezichtigte die AriseBank zusätzlich betrügerischer Machenschaften. Schlechte Neuigkeiten meldete im Januar 2018 auch CNBC. In einem Artikel hieß es, dass 400 Millionen US-Dollar, die in ICOs investieren worden sind, verschollen oder gestohlen worden sind.

Diese Meldungen dämpften die Euphorie rund um die ICOs und sorgten dafür, dass das Investment von 2,5 Milliarden US-Dollar im Januar 2018 sukzessive auf 247 Millionen US-Dollar im September 2018 zurückging.

STOs sind eine wichtige Alternative zu ICOs

Marvin Steinberg sieht die STOs als wichtige Alternative zu ICOs: „Anders als bei ICOs erhalten Investoren bei STOs nicht nur die Token, sondern direkte oder indirekte Firmenanteile, Schuldscheine oder Gewinnbeteiligungen. Dadurch werden STOs von der Börsenaufsicht erfasst und strenger reguliert.“

Mit STOs erhalten Investoren, auch sogenannte Security Token. Bei den Security Token handelt es sich zumeist um Firmenanteile, Gewinnbeteiligungen oder Schuldscheine. Dadurch werden STOs in den Augen der Börsenaufsicht zu klassischen Investments und folglich von ihr reguliert. STOs verbinden somit die vielfältigen Möglichkeiten von Blockchain mit dem traditionellen Investment-Markt und sind somit nicht nur interessant für Start-ups, die mit Kryptowährungen agieren, sondern auch für alle Firmengründer.

ICOs immer noch wichtig

Durch die Regulierung der Börsenaufsicht verlieren STOs ihre Flexibilität, weswegen sie ICOs in Zukunft nicht komplett ablösen werden. Marvin Steinberg rät allen Interessierten: „Ehrliche Start-ups erkennt man an Transparenz und klar formulierten Projektzielen.“

Bevor man in einen ICO investiert, sollte man sich folglich mit dem Businessplan und dem angestrebten Projekt des Start-ups auseinandersetzen. Im Projekt sollte nicht das Blaue vom Himmel versprochen werden, sondern klare erreichbare Ziele genannt werden. Der Sitz des Start-ups sollte in einem sicheren Land liegen und zu einer nachvollziehbaren Adresse gehören. Ferner sollte der ICO auch Aufschluss über alle Firmen angeben, die an dem Projekt beteiligt sind.

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