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Ölpreise geben leicht nach - Handelsstreit belastet
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Ölpreise geben leicht nach - Handelsstreit belastet

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
09.05.2019, 12:32  |  578   |   |   

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise sind am Donnerstag bis zum Mittag leicht gefallen. Händler nannten die schärfere Rhetorik zwischen den USA und China als Grund. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 70,29 US-Dollar. Das waren acht Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 24 Cent auf 61,88 Dollar. Im frühen Handel waren die Ölpreise noch deutlicher gefallen.

Die Investoren am Rohölmarkt sind verunsichert wegen der erneuten Verschärfung des US-chinesischen Handelsstreits. Vor dem Beginn einer neuen Gesprächsrunde ab diesem Donnerstag warf US-Präsident Donald Trump China vor, sich nicht an getroffene Vereinbarungen gehalten zu haben. China drohte seinerseits mit Vergeltung, sollten die USA ihre Ankündigung wahr machen und höhere Zölle auf chinesische Importwaren verlangen.

Die Rohstoffexperten der Commerzbank führten die Preisabschläge vor allem auf die angedrohte Anhebung der US-Strafzölle auf chinesische Importgüter zurück. "Die Sorge ist, dass durch eine neue Runde von Strafzöllen die Ölnachfrage in den beiden größten Ölverbrauchsländern gebremst werden könnte", heißt es in einem Marktkommentar.

Derartigen Nachfragesorgen stehen jedoch Risiken auf der Angebotsseite gegenüber, die die Ölpreise in der Tendenz stützen. Hierzu zählen Förderkürzungen durch das Ölkartell Opec, Förderausfälle in Krisenländern wie Venezuela und politische Risiken, darunter der Atomstreit zwischen den USA und Iran./bgf/jsl/fba

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