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In der Glyphosat-Falle Zur Bayer-Krise: Max Otte, Volker Glaser und Peter-Thilo Hasler

14.05.2019, 14:53  |  13413   |   |   

Verkaufen oder behalten, fragen sich die Bayer-Aktionäre nach den letzten Hiobsbotschaften zum dritten verlorenen Gerichtsprozess im Glyphosat-Fall der Bayer-Tochter Monsanto. Das Urteil der drei Kapitalmarkt-Experten Max Otte, Volker Glaser und Peter-Thilo Hasler fällt eindeutig aus.

Bei Bayer-Aktionären tauchen die Fragen auf: "Raus oder rein?", "gierig sein, wenn alle ängstlich sind?" und "kaufen, wenn die Kanonen donnern?" - Antworten geben die Statements dreier Börsen-Experten, die die "wallstreet:online"-Redaktion um ein klares Urteil gebeten hat:

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So meint der Investor und Fondsmanager Max Otte: "Von einem Altmeister der Kapitalanlage, Dr. Jens Ehrhardt, habe ich gehört: Ich mache nie was gegen die Amerikaner. Das habe ich mir zu Herzen genommen. Das Bayer-Management hätte besser auch darüber nachgedacht, was hinter diesem Deal steckt. In zwei Jahren könnte die Aktie interessant werden. Aktuell: Finger weg!"

Volker Glaser, Börsenexperte und Chefredakteur der "Vorstandswoche", kommt zu dem Urteil, dass das ehemalige Witwen-und-Waisen-Papier, nur noch ein Fall für den kurzfristigen Handel sei: "Bayer mutiert zu einer waschechten Zocker-Aktie im DAX. Den Umfang des Desasters um Monsanto kann keiner seriös einschätzen. Anfang der Jahrtausendwende hatte Bayer den Lipobay-Skandal. Die Aktie hat sich damals zum Kurshoch gefünftelt und notierte im Tief bei knapp zehn Euro. 'Übersetzt' auf heute - beten wir, dass Monsanto nicht teurer als Lipobay wird - würde dies einem Tief der Aktie von etwa 30 Euro entsprechen". Und weiter: "Bayer ist ein Eldorado für Day-Trader; Investoren bleiben besser an der Seitenlinie", meint Glaser.

Peter Thilo Hasler, Analyst bei Sphene Capital, hält im Fall der Glyphosat-Prozesse "einen Vergleich für wahrscheinlich". Auch Haslers Urteil, darüber, ob man bei Bayer Einstiegs- oder Ausstiegskurse sieht, lässt keinen Interpretationsspielraum: "Der dritte Schuldspruch im dritten Prozess innerhalb weniger Monate. Das ist, auch wenn Bayer beharrlich in Berufung geht, keine Quote, die angesichts von 14.000 noch ausstehender Klagen für besonderen Optimismus sorgt. Auch wenn der Vorstand sich noch dagegen wehrt, dürfte damit ein Vergleich immer wahrscheinlicher werden. Bis dahin bleibt jedoch die Unsicherheit bestehen, was kein gutes Vorzeichen für den Aktienkurs ist. Mein Daumen zeigt daher nach unten", sagte Hasler.

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