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Gerichtsurteil USA: Uber-Aktie steigt nach Urteil über den Status der Fahrer

16.05.2019, 08:29  |  4374   |   |   

Die Uber-Aktien stiegen am Mittwoch an der NYSE um 3,3 Prozent - auf 41,29 US-Dollar. Dieser Anstieg folgt einen Tag nachdem das National Labor Relations Board entschieden hatte, dass Uber-Fahrer Auftragnehmer und nicht Angestellte sind.

Die Entscheidung vom Dienstag - die dazu beitrug, dass sich die Uber-Aktien nach einem düsteren Freitagsdebüt an der New Yorker Börse von einer zweitägigen Talfahrt erholten - entlastete die Befürchtungen der Anleger, dass Uber anfällig für die Gewerkschaftsbildung der Fahrer sein könnte, so die "NYP".

Die New York Taxi Workers Alliance (NYTWA), die sich für Vollzeitlöhne und -leistungen für Uber-Fahrer eingesetzt hat, gab am Mittwoch zu, dass sie auf eine Niederlage vorbereitet war. "Es ist nichts, was ich für schockierend halte", sagte NYTWA-Präsident Bhairavi Desai. Und weiter: "Wir wussten, dass der Weg lang werden wird. Es ist enttäuschend, aber es ist keineswegs entmutigend".

Ein Uber-Sprecher sagte: "Wir konzentrieren uns darauf, die Qualität und Sicherheit der selbständigen Arbeit zu verbessern und gleichzeitig die Flexibilität zu erhalten, die Fahrer und Kuriere schätzen". Müsste Uber seine Fahrer als Angestellte bezahlen, dann würden die Kosten durch die Decke gehen und sich der Unternehmensverlust vervielfachen. 

Desai - der letzte Woche in New York einen zweistündigen Streik unter den Fahrern organisierte (siehe Titelbild), um gegen Ubers Börsengang zu protestieren - fügte hinzu, dass die Gruppe ihre Lobbyarbeit fortsetzen wird, bis Uber seine Praktiken ändert oder bis eine neue Geschäftsführung ihre Anlieger ernsthafter betrachtet. 

Nach der Stellungnahme des Vorstands kletterten die Uber-Aktien - sowohl am Dienstag als auch am Mittwoch - von 37,25 US-Dollar auf 41,72 US-Dollar. Das Papier liegt immer noch unter dem IPO-Preis von 45 US-Dollar. Derzeit kommt das Unternehmen auf eine Marktkapitalisierung von 69,47 Milliarden US-Dollar. 

Weltweit gibt es Protestaktionen gegen die neuen Alternativen zum klassischen Taxi: Am 11. April 2019 blockieren zahlreiche Taxifahrer mit ihren Taxis eine Straße in Buenos Aires bei einem Protest gegen Uber, Cabify und weitere Fahrdienste. Auch in Deutschland gab es im April 2019 zahlreiche Protestaktionen. Der Bundesverband Taxi und Mietwagen (BZP) hatte Fahrer in rund 30 deutschen Städten zu Protestaktionen aufgerufen.

Quelle:

NYP

 

 



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