DAX-1,84 % EUR/USD+0,25 % Gold+0,80 % Öl (Brent)-4,10 %

Fondsmanagement unter der Lupe Wenn Warren Buffett auf James Bond trifft: Auf der Jagd nach "Hidden Potentials"

17.05.2019, 14:00  |  3683   |   |   

Jens Hillers (Foto) lässt mit seinem "H&P European Small and Mid Cap Opportunities" den Wunsch nach einem eigenen Fonds Wirklichkeit werden. Dabei nutzt er seine langjährige Erfahrung als Fondsmanager bei der Allianz. Die wallstreet:online-Redaktion hat ihm beim Fondsmanagement über die Schulter geschaut.

wallstreet:online: Auf Basis von Fundamental-Analysen unterbewertete, westeuropäische Aktien im Small and Mid Cap-Bereich finden und einsammeln – hört sich nach dem europäischen Warren Buffett für kleine und mittlere Unternehmen an. Inwiefern ist dieser Vergleich zulässig?

Jens Hillers: Das Ziel ist das gleiche, d.h. mit geringerem Risiko eine höhere Rendite als der Markt zu erzielen. Ein direkter Vergleich ist natürlich vermessen, in der Vorgehensweise gibt es aber durchaus Parallelen wie z.B. die tiefe fundamentale Analyse, der langfristige Investmenthorizont und die konservative, absolute Bewertung des Unternehmens. Mein Stock Picking-Modell zeichnet sich zusätzlich durch eine sehr hohe Konzentration des Portfolios aus und fokussiert sich konsequent auf gut geführte Unternehmen mit strukturellem Wachstumsprofil. Diese Kombination ist in dieser Form kaum in einem Publikumsfonds zu finden.

wallstreet:online: Herr Hillers, die Strategie Ihres Fonds basiere "auf Informations- und Bewertungs-Ineffizienzen bei Small & Mid Cap-Aktien", schreibt Ihre Service-KVG Hansainvest auf Linkedin.com. "Informations-Ineffizienzen" klingen ein wenig nach Geheimdienst-Tätigkeiten à la James Bond. Wie sieht so eine Informationslücke aus, wie finden und füllen Sie diese?

Jens Hillers: Diese Informationslücke ist strukturell bedingt. Viele kleinere börsennotierte Unternehmen stehen nicht im Fokus der Investoren. Wer z.B. 80-120 Titel im Portfolio hat, der kann ein einzelnes Unternehmen auch gar nicht in der Tiefe verstehen. Hinzu kommt, dass viele Investoren kurzfristig agieren und sich stark am Index orientieren. All dies führt in bei relativ niedrigem Handelsvolumen zu einer verzerrten Preisbildung am Markt. Geschlossen werden kann die Informationslücke nur durch eine tiefe, eigene fundamentale Analyse und Bewertung des Unternehmens. Diese wird wie ein Mosaik zusammengesetzt aus den relevanten öffentlich verfügbaren Informationen und den Ergebnissen intensiver Diskussion der entscheidenden Fragen mit dem Unternehmen, Wettbewerbern, Analysten und Industrie-Experten.

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

wallstreet:online KOSTENLOS AM PULS DER BÖRSE

Behalten Sie den Durchblick im Gebühren-Dschungel

Kostenlos & Exklusiv

Hiermit informieren wir Sie über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten durch die wallstreet:online AG und die Ihnen nach der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) zustehenden Rechte. Zu den Informationen


(siehe https://www.wallstreet-online.de/newsletter)

Jetzt abonnieren