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Impulse für den Außenhandel

Gastautor: Dr. Ulrich Kater
17.05.2019, 17:27  |  1262   |   |   

Der Gegenwind für die europäische Wirtschaft durch die Abschwächung des globalen Handels hat in der zweiten Jahreshälfte 2018 zugenommen. Insbesondere die exportorientierte Industrie in Euroland wurde dadurch belastet. Etwas Unterstützung für den Außenhandel der Europäischen Währungsunion gab es allerdings vom Wechselkurs. Mit den ersten Signalen der Europäischen Zentralbank im vergangenen Herbst, dass die Leitzinswende auf das Jahr 2020 verschoben würde, ist auch der handelsgewichtete Euro-Wechselkurs gefallen. Seit Ende Oktober 2018 hat der Euro im Durchschnitt um 3 % gegenüber den Währungen seiner Handelspartner abgewertet und fiel im April auf den tiefsten Stand seit Sommer 2017.

Die Abwertung des handelsgewichteten Euro-Wechselkurses ist aber nicht einheitlich unter den Währungen der wichtigsten Handelspartner verteilt. Nicht unter Druck ist der Euro gegenüber dem Schweizer Franken und dem polnischen Zloty geraten. Beide Wechselkurse entwickelten sich seitwärts. Die stärkste Abwertung gab es gegenüber dem japanischen Yen mit 8 %. Ebenfalls überdurchschnittlich fiel der Euro-Wertverlust gegenüber der chinesischen Währung aus (-5 %). Die Wechselkursrückgange gegenüber dem US-Dollar und dem britischen Pfund entsprachen mit 3 % der allgemeinen Schwäche des handelsgewichteten Euro-Wechselkurses.

Die Schwäche des Euro ist breitbasiert und dürfte in den nächsten Monaten den Außenhandel im Angesicht von zahlreichen Unsicherheitsfaktoren weiter stützen.

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Dr. Ulrich Kater
Chefvolkswirt, DekaBank

Der promovierte Volkswirt war von 1995 bis 1999 im Stab der „fünf Wirtschaftsweisen“ für die Themen Geldpolitik und Kapitalmarkt verantwortlich. Seit 1999 hat er maßgeblich zum Aufbau der Volkswirtschaftlichen Abteilung der DekaBank beigetragen, ist seit 2004 Chefvolkswirt der DekaBank und übernahm 2006 den Vorsitz der Kommission Wirtschaft und Finanzen im Verband Öffentlicher Banken, den er bis heute innehat.

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