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Rheinische Post Verdi warnt vor der Zerschlagung von Uniper und kritisiert Schweigen von Fortum als "unerträglich"

Nachrichtenagentur: news aktuell
18.05.2019, 02:05  |  843   |   |   
Düsseldorf (ots) - Vor der Hauptversammlung machen die
Uniper-Mitarbeiter mobil gegen die drohende Zerschlagung. "Sollte
die Hauptversammlung eine Zustimmung für die vorliegenden Anträge
erteilen, droht im schlimmsten Fall eine Aufspaltung und somit
Zerschlagung des Konzerns, die in der Konsequenz den Verlust von
vielen Arbeitsplätzen bedeuten könnte", sagte Verdi-Vorstand Andreas
Scheidt der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstag). Auf der
Hauptversammlung am 22. Mai will der Investor Elliott (17,8 Prozent)
einen Beherrschungsvertrag durchsetzen, der Investor Knight Vinke
(5,0 Prozent) die Zerschlagung von Uniper.

Scheidt forderte Großaktionär Fortum (49,9 Prozent) auf, sein
Schweigen zu brechen: "Es ist höchste Zeit, dass sich die Aktionäre
entscheiden, wohin die Reise gehen soll. Es ist unerträglich, dass
sich Fortum bis heute weigert, diese Frage zu beantworten. Wann hat
es das schon mal in der Wirtschaftsgeschichte Deutschlands gegeben,
dass nur wenige Tage vor einer Hauptversammlung weder beim Vorstand
noch beim Aufsichtsrat einer Gesellschaft eine Klarheit über die
Position ihres Hauptaktionärs besteht?"

Auch Harald Seegatz, Chef des Uniper-Konzernbetriebsrats, fordert
Fortum auf, die Anträge abzulehnen: "Ich fordere Fortum auf, gegen
die Anträge von Elliot und Knight Vinke zu stimmen und Uniper damit
die Möglichkeit zu bewahren, den erfolgreich eingeschlagenen Weg
fortzusetzen", sagte Seegatz der Redaktion. "Die 12.000 Mitarbeiter
von Uniper haben in den vergangenen drei Jahren hart an der
Erfolgsgeschichte gearbeitet. Wir verdienen Klarheit über die
Absichten unseres Großaktionärs Fortum."

Die IG BCE warnt: "Der öffentliche Anteilseigner-Konflikt bei
Uniper kommt zur Unzeit. Der Konzern ist ein wichtiger Player der
deutschen Energieversorgung. Er darf auf keinen Fall zum Spielball
von kurzfristigen Aktionärsmachtspielen werden. Was das Unternehmen
jetzt braucht, ist eine klare Strategie und keine neue
Verunsicherung", sagte IG BCE-Chef Michael Vassiliadis der
"Rheinischen Post".

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