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Wie sicher sind die Dividenden von BMW, Daimler und VW eigentlich?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
18.05.2019, 09:00  |  1354   |   |   

Die Automobilbranche steht vor gewaltigen Umbrüchen, wie man sie in den letzten 100 Jahren selten erlebt hat. Zum einen führt langfristig wohl kein Weg an der Elektromobilität vorbei und zum anderen gibt es zunehmend innovative Geschäftsmodelle, die beispielsweise das Mieten eines Autos für kurze Zeiträume erlauben und damit den Kauf eines Autos für immer mehr Menschen unnötig machen.

Auf den ersten Blick sehen diese Trends keineswegs gefährlich aus, denn immerhin sind sie prinzipiell bereits seit langer Zeit bekannt und zudem wird die Entwicklung einigermaßen langsam und kontinuierlich vonstattengehen. Doch inzwischen überbieten sich die Autohersteller mit Ankündigungen, Milliarden in die Entwicklung von Elektrofahrzeugen stecken zu wollen. Für die Aktionäre dieser Unternehmen wird das voraussichtlich erst einmal unangenehme Folgen haben.

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Elektromobilität erfordert hohe Investitionen

Denn sieht man sich genauer an, was eigentlich dahintersteckt, wird klar, dass sich diese beiden Trends als fundamentale Herausforderung für die etablierten Hersteller erweisen könnten. Allein die Entwicklung von Elektrofahrzeugen stellt eine enorme Herausforderung dar, da es sich dabei um eine Doppelbelastung in Milliardenhöhe handelt. Denn einerseits müssen die Fahrzeugmodelle mit Verbrennungsmotor weiterentwickelt werden, um die Kunden, die kein Elektrofahrzeug haben möchten, nicht zu verlieren. Gleichzeitig müssen aber auch Elektrofahrzeuge entwickelt werden. Die Folge daraus wird sein, dass der Entwicklungsaufwand erheblich steigen wird, was die Kosten in die Höhe treibt und potenziell die Gewinne drücken wird.

Ebenfalls unklar ist, wie lange der Übergang dauern wird. Wird jetzt sofort die Entwicklung von Verbrennungsmotoren eingestellt, droht ein dauerhafter wirtschaftlicher Schaden, falls Konkurrenten plötzlich eine deutlich bessere Technologie parat haben.

BMW und Daimler trimmen die Dividende

Die ersten Auswirkungen dieses Trends zeigen sich bereits. In diesem Jahr haben bereits BMW (WKN:519000) und Daimler (WKN:710000) an der Dividendenschraube gedreht und die Auszahlung für das abgelaufene Jahr gekürzt, um Kapital zu sparen, das für Investitionen benötigt wird. Dennoch scheint es so, als seien Daimler und VW (WKN:766400) zu deutlicheren Einschnitten bereit, als es bei BMW der Fall ist, denn beide Konzerne denken über eine Abspaltung von Konzernteilen nach, um Kapital freizusetzen.

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