DAX-0,48 % EUR/USD+0,18 % Gold+0,46 % Öl (Brent)-1,16 %
DAX-Wochenplan: DAX-Reversal als Zwischenstation im Handelsstreit

DAX-Wochenplan DAX-Reversal als Zwischenstation im Handelsstreit

Gastautor: Andreas Mueller
19.05.2019, 11:42  |  6749   |   |   

Auf Basis der Charts und vor dem Hintergrund der politischen Lage suche ich hier nach Marken, die für Trader interessant sein könnten.

Die vergangene Handelswoche war eine Berg- und Talfahrt am Aktienmarkt. Man muss diese Wörter jedoch umkehren, da erst die Talfahrt begann und später der Anstieg erfolgte. Insgesamt konnte ein Wochenplus von 1,5 Prozent erzielt werden. Dabei war dieses Wochenreversal als Zwischenstation im Handelsstreit schwer zu erkennen. Vor einer Woche sahen wir uns noch weiterem Abgabedruck ausgesetzt und inmitten einer Korrektur - wie in der Vorwochenanalyse beschrieben. So startete der DAX auch und fiel direkt am Montag bis auf 11.844 Punkte und damit unter die vor einer Woche eingezeichnete Unterstützung:

DAX mit festem Hebel folgen [Anzeige]
Ich erwarte, dass der DAX steigt...
Ich erwarte, dass der DAX fällt...

Verantwortlich für diese Anzeige ist die Deutsche Bank AG. Die Wertpapierprospekte und Basisinformationsblätter zu diesen Produkten erhalten Sie über www.xmarkets.db.com.

 

In diesem Bereich waren die Anleger jedoch nicht mehr bereit, weitere Verkäufe zu tätigen. Unter 11.900 Punkten fanden sich in der ersten Wochenhälfte immer wieder stützende Hände am Markt ein. Dabei wurde diese ehemalige Unterstützung mehrfach von der Unterseite her getestet, bevor hier die Bullen letztlich siegten.

 

 

So konnte bereits am Mittwoch die runde Marke von 12.000 Punkten per Schlusskurs zurückerobert werden. Im Chartverlauf sieht dies wie folgt aus:

 

Damit setzte der DAX ein erstes Ausrufezeichen, die Korrektur womöglich zu beenden. Zwar ist der Monat Mai damit noch nicht im Gewinn, das Gesamtjahr hat jedoch wieder ein stattliches Polster von rund 16 Prozent angesammelt. Der Monatsüberblick zeigt die entsprechende Verteilung:

 

Für die Volatilität war vor allem die Verhärtung im Handelsstreit der USA mit China verantwortlich. Eine geplante Ausweitung der Sonderzölle auf chinesische Waren um Gegenwert von 500 Milliarden US-Dollar führte zu einer globalen Angst. Hier reagierte China empfindlich, kann jedoch nicht wirklich gleiche "Gegenzölle" einführen. Laut "Die Zeit" exportiert die USA nach China nur Waren im Gegenwert von 120 Milliarden, China in die USA jedoch Waren im Gesamtwert von 539 Milliarden - ein ungleiches Verhältnis also.

So führte dann eine zweite Meldung zum Zollstreit im weiteren Wochenverlauf zu einer starken Gegenbewegung. Die US-Zölle gegen die EU-Autobauer werden um 6 Monate verschoben und tragen damit die Chance auf eine grundlegende Einigung in sich. Als gänzliche Entwarnung sollte man dies jedoch nicht werten, sondern vielmehr als Verschiebung der US-Initiativen. Denn mit der EU bleibt nach China ein weiterer großer Handelsraum im Visier des US-Präsidenten.

Seite 1 von 3

DAX-Wochenplan: Korrektur im DAX nun eingeleitet
Wertpapier
DAXDow Jones


0 Kommentare

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Anzeige