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Bitcoin und Co. kosten 15x Wirecard

Gastautor: Daniel Saurenz
19.05.2019, 12:41  |  1065   |   |   

Mit nur zwei Tweets beendete US-Präsident Donald Trump Anfang Mai die gute Stimmung an den Aktienmärkten. Der DAX rauschte – wie zwei Mal zuvor in diesem Jahr – erneut um 4,5 Prozent abwärts. Die Risk-Off-Laune bei den Dividendenwerten bremst allerdings nicht die Rally bei den Kryptos aus. Im Gegenteil: Bitcoin sowie zahlreiche Altcoins markierten in dieser Woche meist Mehrmonatshochs. Zertifikate auf Ether (WKN VF0ETH) sowie Bitcoin (WKN  VL3TBC) profitierten kräftig. Auch unser auf Kryptos spezialisiertes Depot bei etoro  profitierte im Mai merklich. Das Ziel dort ist eine solide Rendite von 10% p.a über Jahre hinweg. Keine Extremausschläge, niedrige Volatilität. Übrigens – der gesamte Bestand an Kryptos kostet gegenwärtig etwa 15x Wirecard. Noch vor 3 Wochen waren es gerade mal 9x Wirecard. Oder um es anders auszudrücken – der gesamte Kryptosektor kostet ein Drittel von Apple. Im Top war das einmal beinahe ein pari.

Am Donnerstag lag die gesamte Marktkapitalisierung der gut 2000 gelisteten Münzen bei rund 260 Mrd. Dollar. Anfang Mai waren es noch 175 Mrd. Dollar, ein Zuwachs von rund 50 Prozent. Der in der Nacht zu Freitag erfolgte Flash Crash – Bitcoin sackte an einigen Börsen in der Spitze um mehr als 20 Prozent ab – war daher nicht überraschend. Zudem gab es keinen konkreten Auslöser: Ein Mix aus Gewinnmitnahmen, Spoofing und Sell Walls dürfte den Kursrutsch beschleunigt haben.

Zurück zur Verbindung zwischen dem Aktienmarkt und Bitcoin. Wie der Chart zeigt, könnte die Zuspitzung im Handelsstreit und die damit einhergehenden Gewinnmitnahmen bei den Dividendenwerten tatsächlich zu Kapitalumschichtungen in die Kryptos geführt haben. Währen der MSCI korrigierte, legte der Bitcoin kräftig zu – eine perfekte inverse Korrelation (grün markiert).

 

Quelle: fuw

 

Allerdings scheint die Reaktion eher zufällig zu sein. Zumindest in den vergangenen Monaten rauschten häufig sowohl der Aktienmarkt wie auch die wichtigste Kryptowährung zeitgleich in den Keller (rote Markierungen). Bitcoin als „sicherer Hafen“ bei Turbulenzen am Aktienmarkt ist daher wenn überhaupt nur ein sehr junges Phänomen.

Gerade die langfristige Korrelationsanalyse zeigt keinen klaren Zusammenhang. Seit Ende 2017 gab es immer wieder Phasen mit einer positiven Korrelation, der Aktienmarkt und Bitcoin liefen somit in die gleiche Richtung (steigend oder fallend). Dies war vor allem im zweiten Halbjahr 2018 der Fall. Zeitperioden mit negativer Korrelation sind hingegen meist sehr kurz, Extremausprägungen dauerten bisher nur wenige Tage an.

 

Quelle: fuw

Wenig überraschend untermauert daher auch die Korrelation von Aktienvolatilität und Bitcoin nicht die Funktion der Kryptowährung als sicherer Hafen. Oft pendelte die Kennzahl sogar im negativen Bereich. In Phasen mit einer steigenden Volatilität und damit fallenden Kursen am Aktienmarkt waren meist auch rote Vorzeichen beim Bitcoin zu beobachten. Einschränkend muss hier aber berücksichtigt werden, dass der Bitcoin 2018 auch eine ungewöhnlich lange Korrektur durchlief.

 

Quelle: fuw

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