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Siemens stärkt profitable Sparten

Siemens stärkt profitable Sparten

Gastautor: Hussam Masri
20.05.2019, 09:56  |  1824   |   |   

Deutschlands traditionsreicher Industrieriese Siemens befindet sich seit 2014 in der strategischen Neuausrichtung zu einer verschlankten Holdingstruktur. Prominente Beispiele des Umbaus sind die Formung des Windkraft-Gemeinschaftsunternehmens Siemens Gamesa und die Abspaltung der Medizintechnik-Tochter Siemens Healthineers. Sein zugehöriges Strategieprogramm "Vision 2020" erklärte der Vorstandsvorsitzende Joe Kaeser im vergangenen Spätsommer für größtenteils abgeschlossen. Erfolgreicher und schneller als geplant habe man die Ertragsstärke aller Geschäfte gesteigert und die Digital Factory zum Marktführer in der Industriellen Digitalisierung gemacht. Bevor Joe Kaeser auf die Zielgerade seiner 2021 endenden Amtszeit zusteuert, hat er nun nachgelegt und den Strategieplan "Vision 2020+" präsentiert. Demnach soll sich der Konzern zukünftig auf digitale Technologien konzentrieren. Dazu gehören die Bereiche Digital Industries mit dem Schwerpunkt Automatisierung von Fabriken sowie Smart Infrastructure, wo es um die intelligente Vernetzung von Energiesystemen, Gebäuden und Industrie geht.

Insgesamt will Siemens die Wachstumsfelder ausbauen und dabei flexibler, produktiver und wettbewerbsfähiger werden. Effizienzverbesserungen sollen bis 2023 zu jährlichen Kostensenkungen von 2,2 Mrd. Euro führen. Bei wachsenden Umsätzen soll die konzernweite Gewinnmarge langfristig in einen Zielkorridor zwischen 14 und 18 Prozent vordringen. Zuletzt lag diese Kennzahl bei 11,4 Prozent. Analysten begrüßen die Fokussierung auf die profitablen Felder Automation und Infrastruktur. Siemens könne sich dank der strategischen Weichenstellungen vom komplexen Industriekonglomerat zu einem schlagkräftigen Technologiekonzern entwickeln. Viel Aufmerksamkeit fand in diesem Zusammenhang die jüngste Ankündigung zur Abspaltung der Energiesparte Gas and Power. Mit sinkenden Umsätzen und niedrigen Margen gilt dieser Bereich als Sorgenkind. Langfristig sieht das Management jedoch Wachstumspotenzial. Die noch zu gründende Gesellschaft soll den 59-prozentigen Anteil am Windkraftanbieter Siemens Gamesa enthalten und bis Herbst 2020 an die Börse gehen.

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Hussam Masri
Managing Director Produktmanagement, Product Sales und Produktmarketing, DekaBank

Hussam Masri verantwortet als Bereichsleiter das Produkt- und Marktmanagement der Deka-Gruppe. Er zeichnet in dieser Funktion für die Produktentwicklung und das Produktmanagement der Wertpapier-Publikumsfonds, Vermögensverwaltungs- und Altersvorsorgeprodukte und Zertifikate sowie für die Vertriebsunterstützung verantwortlich. Hussam Masri hat maßgeblich dazu beigetragen, das Fondsgeschäft der DekaBank erfolgreich auszubauen und das Zertifikategeschäft der Deka in wenigen Jahren auf eine marktführende Position zu entwickeln. Der Diplom-Betriebswirt und Finanzökonom (ebs) verfügt insgesamt über fast 20 Jahre Produkt- und Vertriebserfahrung.

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