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Schachzug Damit hat Donald Trump wohl nicht gerechnet...

20.05.2019, 11:52  |  53900   |   |   

...aber Huawei hat ein eigenes Betriebssystem für Smartphones und Computer entwickelt, falls es daran gehindert wird, US-Software von Microsoft und Google zu verwenden, bestätigte das chinesische Unternehmen. 

Am Montag wurde berichtet, dass Google die Übertragung von Hardware, Software oder sonstigen technischen Dienstleistungen an Huawei ausgesetzt hat - außer was über Open Source läuft. Neben dem mobilen Betriebssystem Android für Mobiltelefone, verwendet Huawei für seine Laptops und Tablets Microsoft Windows. Es ist bislang nicht bekannt, ob Microsoft dem Google-Vorstoß folgen wird. In einer Pressekonferenz sagte China, dass es "Huawei unterstützt, seine legitimen Rechte gesetzlich zu verteidigen".

Bestehende Huawei Smartphone-Nutzer werden vorerst weiterhin in der Lage sein, Apps zu aktualisieren und Sicherheits-Updates durchzuführen sowie die Google Play-Dienste zu aktualisieren. Aber wenn Google die nächste Version von Android, Ende dieses Jahres auf den Markt bringt, ist sie möglicherweise nicht auf Huawei-Geräten verfügbar. Zukünftige Huawei-Geräte werden möglicherweise keine Apps wie YouTube und Maps mehr haben.

Richard Yu, der CEO der Verbraucherabteilung von Huawei, sagte der deutschen Tageszeitung "Die Welt" in einem kürzlich veröffentlichten Interview, dass das Unternehmen über ein Backup-Betriebssystem verfüge, falls es daran gehindert wird, in den USA hergestellte Software einzusetzen.

Die US-Regierung hatte versucht Huawei auf die schwarze Liste zu setzen, was vergangenen Donnerstag umgesetzt wurde. Am Freitag sagte das US-Handelsministerium, es erwäge, die Beschränkungen für Huawei zu reduzieren. Am Sonntag war nicht sofort klar, ob der Zugang von Huawei zu mobiler Software betroffen sein würde. Bleibt die Trump-Regierung bei ihrer harten Einstellung gegenüber Huawei, dann müssten US-Unternehmen sich zukünftig eine staatliche Genehmigung einholen, um mit Huawei Geschäfte abzuschließen. 

"Wir haben unser eigenes Betriebssystem vorbereitet. Sollte es einmal vorkommen, dass wir diese Systeme nicht mehr nutzen können, wären wir vorbereitet", sagte Yu. Und weiter: "Das ist unser Plan B. Aber natürlich arbeiten wir lieber mit den Ökosystemen von Google und Microsoft". Gegenüber "CNBC" sagte ein Huawei-Sprecher am Freitag: "Wir erwarten nicht, sie zu benutzen, und um ehrlich zu sein, wir wollen sie nicht benutzen. Wir unterstützen die Betriebssysteme unserer Partner voll und ganz - wir verwenden sie gerne und unsere Kunden nutzen sie gerne".

In anderer Hinsicht hat Huawei jedoch versucht, sich von der amerikanischen Technologie unabhängiger zu machen. So entwickelt das Unternehmen nun eigene Chips für seine Smartphones. Ein neues Betriebssystem könnte Huawei jedoch Probleme bereiten, insbesondere wenn es gezwungen ist, die Verwendung von Microsoft- und Google-Software einzustellen, so "CNBC". In ihrem Heimatmarkt blockiert die chinesische Regierung bereits Google-Dienste, darunter den Play Store.

"Bei Huawei stammt fast die Hälfte des Smartphone-Umsatzes aus China. So sind 50 Prozent des Geschäfts gesichert", sagte Neil Shah, Forschungsdirektor bei Counterpoint Research. Und weiter: "Allerdings könnte der fehlende Zugriff auf Google Android und Play Store kurz- und mittelfristig die andere Hälfte des Unternehmens erheblich beeinträchtigen".

Quelle:

CNBC

Reuters

Forbes

BBC

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Kommentare

Trump fragt im Handelskonflikt Jimmy Carter um Rat. Dessen Antwort:

Carter said the United States is "the most warlike nation in the history of the world" due to a desire to impose American values on other countries, and he suggested that China is investing its resources into projects such as high-speed railroads instead of defense spending.

https://www.npr.org/2019/04/15/713495558/president-trump-cal…
@tatort
Nehme mal an, Sie sind kein Deutscher; wären Sie einer, dann müsste man Ihnen eine grottenschlechte Orthographie bescheinigen.
Der Inhalt Ihres Kommentars ist von einer Art, wie man sie aus einer der russischen Trollfabriken erwarten kann. Sicherlich gibt´s auch chinesische; auch zu einer solchen würde er passen.

Man sollte sich immer vor Augen halten, dass nach dem Entstehen kommunistischer Propaganda (ab 1917 / Oktoberrevolution in Russland) von allen kommunistischen Regimes gelogen wurde, dass sie die Balken biegen.
Die chinesischen Behauptungen "wir wollen weltweit friedlich und zum gegenseitigen Nutzen Handel treiben" und "China ist eine friedliche Macht; wir bedrohen niemanden" sind genauso zu beurteilen wie der legendäre Ulbricht-Satz "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen". Glatte Lügen.

Einem Regime, das einstmals auf dem Tien´anmen-Platz friedlich demonstrierende Studenten zusammenschießen ließ, aktuell Taiwan mit Krieg bedroht, seinen Nachbarn im südchinesischen Meer die Ressourcen raubt, Uiguren in siebenstelligen Anzahl in "Umerziehungslagern" gefangen hält und seit Jahrzehnten die kulturelle Auslöschung des brutal annektierten Tibet betreibt, kann man nicht für 10 Cwnt über den Weg trauen.

Und als kleines Schmankerl dieses Zitat ( https://www.welt.de/wirtschaft/article191060835/Seidenstrassen-Projekt-Blanke-Naivitaet-macht-Deutschland-fuer-China-zur-leichten-Beute.html ):
Deutsche Unternehmen in China werden davon wohl aber nicht mehr lange profitieren. Denn parallel zu seiner Expansionspolitik stärkt die Volksrepublik mit ihrer Strategie „Made in China 2025“ den eigenen Markt. Immer mehr Lieferanten berichten von Ansagen wie: „Wir kaufen noch drei Jahre bei euch – dann lassen wir euch fallen“, heißt es aus Wirtschaftskreisen.

Skrupellosigkeit im Umgang mit wirtschaftlichen Konkurrenten und politischen Gegner - Unnachgiebigkeit, Härte und Kompromisslosigkeit im Geschäftlichen - Cleverness im Ausnutzen "gegnerischer Schwächen" (Subventionen in D für Solarfirmen, Nachgiebigkeit westlicher Firmen im Überlassen ihres know hows, Finanznöte überschuldeter Länder, deren infrastrukturelle Defizite um den Preis finanzieller und politischer Abhängigkeit beseitigt werden...) - massivster Einsatz propagandistischer Mittel mit Lügen nach Belieben - diese Gemengelage ist weltweit einzigartig. Trump stellt sich diesem Aufstieg in den Weg. Niemand anderes als die USA können China noch stoppen. "Dürfen" sie das? "Sollen" sie das vielleicht sogar? Wer jetzt spontan "nein" sagt, möge bitte einen Blick werfen auf a) die mit der Schwächung ihrer wirtschaftlichen Potenz einhergehenden Wohlstandsverluste der niederkonkurrierten Länder, b) die im Entstehen begriffene "durchkontrollierte" Gesellschaft in China mit ihrem Punktesystem für regierungskonformes Verhalten, das sich mühelos auf künftige "Protektorate" übertragen ließe, und c) die grundsätzliche Gegnerschaft zum "Westen" - China vergisst nicht die Kränkungen, die ihm Amerikaner, Briten und Deutsche in der Zeit der Schwäche zugefügt haben.

Fazit: Chinas Aufstieg ist für den Westen potentiell tödlich.
Es wird höchste Zeit das das Protektionistische verhalten der Amerikaner ein Ende hat:
Sie können nur die ganze Welt mit Sanktionen und Bedohungen überziehen .
Oder gleich mit Einmarschieren oder Total Zerstörung .
Das ist die beste Meldung fuer Milliarden Verbraucher seit vielen Jahren, wenn das Monopol/Oligopol von Google/Microsoft/Amazon etc. aufgebrochen wuerde.

Nicht einmal die EU hat es bisher gewagt, hier auch nur zu besteuern, geschweige denn aufzuspalten oder orwellsche Ueberachung zu sanktionieren oder gar eigene Mitspieler aufzubauen.
anstatt Bomben, nun halt einen Wirtschafts Krieg ....

ob sich Präsi Trump damit einen gefallen tun wird, bezweifle ich gewaltig ***

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