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KERING IM FOKUS Luxusgüterkonzern auf Wachstumskurs macht Investoren glücklich

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
21.05.2019, 08:35  |  321   |   |   

PARIS (dpa-AFX) - Der französische Luxusgüterkonzern Kering hat seine Wachstumsgeschichte auch im ersten Quartal fortgeschrieben. Und in Italien konnte Kering jüngst einen Klotz am Bein loswerden. Der einstige Großaktionär des deutschen Sportartikelherstellers Puma steht zwar seit dem Teilausstieg bei den Herzogenaurachern in Deutschland nicht mehr so stark wie zuvor im Fokus - doch für Anleger ist die Aktie eine Erfolgsstory. Auch die Analysten haben ein eindeutiges Votum. Was das Unternehmen macht, wie Analysten Kering im Detail betrachten und wie sich die Aktie entwickelt hat.

DIE LAGE DES UNTERNEHMENS:

Nachdem Kering zuletzt aufgrund einer Steueruntersuchung durch die italienischen Behörden in die Schlagzeilen geriet, konnte sich der Konzern nach langen Verhandlungen mit Italien auf eine Zahlung von 1,25 Milliarden Euro einigen. Hintergrund ist eine Untersuchung in Mailand, die seit 2017 lief. Für Aktivitäten der schweizerischen Tochter Luxury Goods International in Italien wurden zusätzliche Steuern inklusive Zinsen fällig. Es ist eine der höchsten Steuernachzahlungen eines Konzerns in Italien.

Der Steuerstreit hat Kering im öffentlichen Ansehen geschadet. Denn das Unternehmen hat sich selbst hohen ethischen Standards verschrieben. Die Steueruntersuchung passte da kaum ins Bild und hing wie eine dunkle Wolke über den Franzosen, monierten Marktbeobachter. Mit der Einigung endete eine fast zwei Jahre währende Phase der Ungewissheit.

Zum weltweit agierenden Mode- und Accessoires-Konzern gehören namhafte Töchter wie Brioni, Yves Saint Laurent, Bottega Veneta und Gucci. Mit diesen Marken machen die Franzosen gute Geschäfte. Kering war vor zehn Jahren bei Puma eingestiegen, doch keine Seite konnte davon profitieren. Schließlich beschloss Kering vergangenes Jahr den Strategie-Schwenk: Die Anteile an Puma schraubten die Franzosen von 86 auf nur noch rund 16 Prozent herunter. Die klare Fokussierung auf das Luxussegment ist Teil der Vision von Konzernchef François-Henri Pinault, in deren Zuge das Segment "Sport & Lifestyle" mittlerweile komplett aufgelöst wurde.

Die Luxusgüterbranche steht im aktuellen Umfeld noch ganz gut da: So ist etwa die Nachfrage aus China trotz der konjunkturellen Eintrübung weitgehend stabil geblieben. Geopolitische Risiken dürfen zwar nicht außer Acht gelassen werden, aber bislang scheint sich Kering von mancherlei Sorgen der Branche freimachen zu können. Der Konkurrent von Hugo Boss hatte zwar einen eher vorsichtigen Ausblick auf das laufende Jahr gegeben, doch die zuletzt präsentierten Umsatzzahlen geben durchaus Anlass zu Optimismus.

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