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Daldrup & Söhne Finger weg von dieser Aktie!

Nachrichtenquelle: Sharedeals
22.05.2019, 10:46  |  317   |   |   
Zu den größten Verlierern am deutschen Aktienmarkt zählt heute die Aktie von Daldrup & Söhne (WKN: 783057). Als Grund hierfür können neue Hiobsbotschaften von Seiten des Unternehmens ausgemacht werden. So hat die Gesellschaft gestern Abend, nachbörslich, ihre vorläufigen, noch nicht testierten Geschäftszahlen für 2018 veröffentlicht, die nur als katastrophal bezeichnet werden können. Denn das Unternehmen hat alle selbst gesteckten Ziele verfehlt.

So peilte das Management um CEO Josef Daldrup eigentlich einen Jahresumsatz von 40 Mio. Euro bei einer EBIT-Marge zwischen 2-5% und somit einen Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) zwischen 800.000 und zwei Millionen Euro an. Tatsächlich erzielt hat das Unternehmen am Ende jedoch einen Jahresumsatz von nur 37 Mio. Euro bei einem EBIT zwischen -14 und -17 Mio. Euro. Kann man mit seiner eigenen Geschäftsprognose noch weiter daneben liegen?

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Als Gründe für die massiven EBIT-Verluste führt Daldrup neben Bewertungskorrekturen zusätzliche Verluste aus dem operativen Geschäft an. So kämpft das Management mit fehlenden Fachkräften und steigenden Kosten aufgrund des momentanen Baubooms. Aber auch die lange Frostperiode zu Jahresbeginn 2018 machte dem Bohrspezialisten aus Grünwald bei München zu schaffen.

Management möchte eigentlich „back to the roots“, aber…
Darüber hinaus kam es zu weiteren Verzögerungen bei der Inbetriebnahme des Geothermiekraftwerks Taufkirchen. Insofern bleibt der einzig positive Faktor, dass das Geothermiekraftwerk in Landau inzwischen störungsfrei läuft. Angesichts der katastrophalen Geschäftsentwicklung strebt der Vorstand nun jedoch eine Neuausrichtung des Konzerns an, die letztlich nichts anderes wie ein „back to the roots“, nämlich eine Konzentration auf das ursprüngliche Kerngeschäft der Bohrdienstleistungen bedeutet.

Zu dieser angekündigten Neuausrichtung passt jedoch nicht, dass man zunächst einmal – mit Wirkung zum 1. April 2019 – weitere 22,88% der Anteile an der Geysir Europe GmbH übernimmt. Dadurch hält man zukünftig nämlich 97,89% des Aktienkapitals dieser GmbH und baut zugleich seine mittelbar zurechenbaren Anteile an der Projektgesellschaft des Geothermiekraftwerks Taufkirchen sowie der Betreibergesellschaft des Geothermiekraftwerks Landau deutlich aus.

Bekommt er sein kriselndes Unternehmen wieder in den Griff? CEO Josef Daldrup von Daldrup & Söhne

Finger weg von dieser Aktie!
Somit bleiben die beiden einzigen positiven Nachrichten der gestern Abend erfolgten Adhoc Mitteilung, dass aus Sicht des Vorstands der Auftragsbestand mit 48,5 Mio. Euro zufriedenstellend ausfällt und die Liquidität des Unternehmens gesichert ist. Trotzdem halte ich die Aktie, selbst nach den heutigen kräftigen Kursverlusten, für kein gutes Investment. Denn nicht nur das die Geschäftszahlen für 2018 regelrecht katastrophal ausgefallen sind.

Vielmehr sehe ich auch noch keinen Turn-Around im operativen Geschäft. Ferner scheint das Management die vollmundig verkündete geplante Neuausrichtung nicht mit voller Überzeugung anzugehen. Denn wie erklärt es sich sonst, dass man sich eigentlich auf das ursprüngliche Kerngeschäft der Bohrdienstleistungen zurückziehen möchte, zugleich aber eine Aufstockung der Anteile an der Geysir Europe GmbH zum 1. April 2019 verkündet? Alles in allem kann die Devise daher zurzeit leider nur lauten: Finger weg von dieser Aktie!

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