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Forex-Report Handelskonflikt: US-Politik hat ihren Preis, Daten mehrheitlich schwach

Gastautor: Folker Hellmeyer
24.05.2019, 11:51  |  814   |   |   

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1182 (07:21 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1106 im europäischen Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 109.58. In der Folge notiert EUR-JPY bei 122.55. EUR-CHF oszilliert bei 1.1225.

Die disruptive und vor allen Dingen undiplomatische Art und Weise der US Politik hat ihren Preis. Das musste die Obama-Administration erfahren, nachdem sie voller Hybris Russland als Regionalmacht klassifizierte und beleidigte.

Die Trump Administration erfährt jetzt im Umgang mit China, dass der Verzicht auf die Kunst der Diplomatie und die Fokussierung auf US-Egomanie keine kostenlosen Übungen in den Feldern der Politik und Wirtschaft sind.

Der Agrarsektor in den USA zahlt einen erheblichen Preis für die US-Politik. Die Stresszustände sind massiv. Unternehmen wie Deere sind auch betroffen (Aktie von April auf Mai von 150 auf 120 USD), da Farmer an Ausrüstung in der Zwangslage sparen. Die US-Regierung sieht sich gezwungen, ein (weiteres) Hilfsprogramm in der Größenordnung von 16 Mrd. USD für die Agrarbranche aufzulegen, um Teile der negativen Konsequenzen des Handelskonflikts mit China aufzufangen.

Gleichzeitig macht Trump ein neues Konfliktfeld auf: Trump erwägt Anti-Dumping-Abgaben auf Produkte aus Ländern, denen sie Währungsmanipulationen vorwerfen. Damit könnten Länder nicht länger ihre Währungen zum Schaden von US-Firmen und Arbeitern einsetzen, sagte Handelsminister Ross.  

Es werden unter anderem China, Japan, Südkorea, Indien, Deutschland und die Schweiz kritisch beobachtet. Unklar ist, welche Kriterien herangezogen werden sollen. Devisenmarktinterventionen, hohe Überschüsse in der Leistungs- und Handelsbilanz werden von den USA kritisch bewertet.

Herr Trump will nicht erkennen, dass bisweilen Handelsüberschüsse etwas mit der Qualität von Produkten oder auch grundsätzlicher Konkurrenzfähigkeit zu tun haben (Maschinenbau!). Das wäre wohl anders, wenn die USA konkurrenzfähiger wären. Dann würden die USA auf den Kräften des freien Marktes bestehen. So sieht eben billige Beliebigkeit aus! Hier baut sich die US-Regierung das nächste Feld der „beliebigen Politik“ losgelöst von internationalen Verträgen und Konventionen auf.

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