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ROUNDUP 2/Japan-Besuch: Viel Pomp und wenig Fortschritt für Donald Trump
Foto: Georg Henrik Lehnerer - 123rf Stockfoto

ROUNDUP 2/Japan-Besuch Viel Pomp und wenig Fortschritt für Donald Trump

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
27.05.2019, 14:45  |  547   |   |   

TOKIO (dpa-AFX) - Pomp und kaiserlicher Glanz, dazu ein bisschen Sumo-Ringen und Golf: US-Präsident Donald Trump hat seinen Staatsbesuch in Japan genossen, aber nicht von den Untiefen der Tagespolitik lassen können. Die Krisen in Nordkorea und im Iran beschäftigten ihn auch im Land der aufgehenden Sonne - das ihm zur Besänftigung in einem langwierigen Handelsstreit einen roten Teppich ausgerollt hatte.

Im Atomstreit mit dem Iran ruderte Trump rhetorisch deutlich zurück. Es geht ihm nach eigenen Worten nicht um einen Sturz der Regierung in Teheran, stattdessen will er auf Vermittlung setzen. "Wir blicken nicht auf einen Regimewechsel, das möchte ich klarmachen", sagte Trump am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Japans Ministerpräsidenten Shinzo Abe in Tokio. "Ich will dem Iran nicht schaden." Er wolle lediglich verhindern, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelange.

Nach dem einseitigen Ausstieg der USA aus dem Atomabkommen hat Trump den Druck auf die Führung in Teheran massiv erhöht, unter anderem mit den bislang schärfsten Wirtschaftssanktionen sowie militärischen Drohungen. Insbesondere der Ölboykott verschärft die Wirtschaftskrise im Iran. Die US-Regierung wirft dem Iran vor, Terror zu unterstützen, die Region zu destabilisieren, mit seinem Raketenprogramm gegen UN-Auflagen zu verstoßen und insgeheim weiter nach Atomwaffen zu streben.

Japan ist bereit, in dem Konflikt zu vermitteln. "Wir möchten alles tun, was wir können", sagte Abe nach politischen Gesprächen mit Trump. Die Spannungen müssten gedämpft werden. Japan unterhält ein verhältnismäßig gutes Verhältnis zu Teheran. Er wisse, dass Japan und insbesondere Abe einen engen Draht zur Führung in Teheran hätten, sagte Trump bereits vor ihrem Treffen. "Niemand will sehen, dass furchtbare Dinge passieren."

In der Frage der Atombewaffnung Nordkoreas hofft Trump weiterhin auf ein Einlenken des Machthabers Kim Jong Un. Kim wisse, dass sein Land ein enormes wirtschaftliches Potenzial habe, sagte Trump bei der Pressekonferenz mit Abe. "Er ist ein sehr kluger Mann." Kim wisse auch, dass die Atomwaffen der wirtschaftlichen Entwicklung im Wege stünden. "Wir hoffen gemeinsam, dass Kim die Möglichkeit nutzen wird, sein Land durch Denuklearisierung zu transformieren", sagte Trump. Mit Denuklearisierung ist eine atomare Abrüstung gemeint.

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