Übernahmekandidaten: Ivanhoe Mines und Nevada Copper im Fokus

29.05.2019, 10:20  |  1832   |   |   

Der Kupfermarkt steuert auf ein millionenschweres Defizit hin. Dementsprechend sind Kupfervorkommen so begehrt wie nie. Zwei heiße Übernahmekandidaten sind Ivanhoe Mines und Nevada Copper.

Wann ziehen die Kupferpreise an?

Kupfer ist nicht nur der größte Markt unter den Industriemetallen, sondern auch das aktuell heißeste Geschäft im Rohstoffbereich. Denn der Weltmarkt befindet sich seit Jahren im Angebotsdefizit. Das heißt, dass nicht genug gefördert wird, um die Nachfrage zu decken. Dementsprechend sind die Vorräte in den großen Lagern an der London Metal Exchange (LME) oder in Shanghai kontinuierlich geschrumpft. Diese Lage wird sich aber in den kommenden Jahren verschärfen. Es wird unter Analysten und Investoren nicht mehr darüber diskutiert, ob zu wenig Kupfer gefördert wird, sondern wann das Defizit die Preise befeuert. Aktuell kämpft Kupfer mit der Marke von 6.000 Dollar je Tonne und kostet damit mehr als 40 Prozent weniger als zu den Hypezeiten vor etwas mehr als zehn Jahren. Danach aber wurde zu wenig in neue Vorkommen investiert, weil die Preise zu stark fielen. Das können die Kupferminenbetreiber nicht ad hoc aufholen. Von der Entdeckung eines Vorkommens bis zum Produktionsstart einer Mine dauert es schließlich regelmäßig länger als zehn Jahre.

Die Markttreiber: Batterien, Ladeinfrastruktur, Erneuerbare Energien

Dazu kommt, dass die Kupfergrade in den bestehenden Minen kontinuierlich sinken. Sie liegen derzeit etwa 40 Prozent unter den Werten aus den 1990ern. Die Graphik oben zeigt die Entwicklung für Chile, den größten Kupferproduzenten der Welt. Die tief hängenden Früchte wurden halt schon gepflückt. Noch dazu werden in den kommenden 15 Jahren rund 200 Kupferminen schließen, weil sie schlichtweg ausgebeutet sind. Aber ausgerechnet jetzt zieht die Nachfrage durch Batterien für Elektroautos stark an. Diese benötigen etwa die drei- bis vierfache Menge an Kupfer, die für ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor nötig ist. Dieser Faktor, der Ausbau der entsprechenden Infrastruktur sowie das stetige Wachstum der Erneuerbaren Energien sind derzeit die größten Nachfragetreiber. Dementsprechend rechnen Analysten mit einem stetig steigenden Kupferdefizit in den kommenden Jahren. Das rote Metall wird uns aber nicht ausgehen. Sobald die Preise abheben, können auch Vorkommen abgebaut werden, die derzeit nicht wirtschaftlich förderbar sind. Es ist also eine reine Preisefrage.

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