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CMC Espresso: DAX bricht Support - Gold im Rally-Modus

Gastautor: Jochen Stanzl
03.06.2019, 08:18  |  1609   |   |   

Seit Samstag sind die neuen Strafzölle der USA gegen chinesische Importe und jene Chinas gegen amerikanische Importe inkraft getreten und die vom amerikanischen Finanzminister Mnuchin vor drei Wochen ins Spiel gebrachte Verschiebung um 30-40 Tage hat es nicht gegeben.

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Vielmehr sehen wir jetzt neue Strafzölle gegen Mexiko, die der amerikanische Präsident offenbar ohne Zustimmung seines Handelsberaters Lightizer und ohne Zustimmung seines Finanzministers durchgesetzt hat. Es ist, wie wir heute wissen, nicht noch schlimmer gekommen, denn wie die NYT berichtet offenbar erwog der amerikanische Präsident letzte Woche auch Strafzölle gegen Australien und die Liste könnte sich sogar noch erweitern denn wie die japanische Zeitung Nikkei berichtet schleusen die Chinesen ihre Verschiffungen in die USA neben Mexiko auch über Vietnam und Taiwan, um die Strafzölle der Amerikaner zu umgehen.

Die Märkte haben jetzt damit angefangen, weniger Wachstum im Rest dieses Jahres in der Weltwirtschaft einzupreisen, sehen aber gleichzeitig auch wachsende Chancen, dass die amerikanische Notenbank die Zinsen senken wird. China zeigt in einem am Wochenende veröffentlichten Weißpapier, dass es sich respektlos von den USA behandelt fühle und dass die Gespräche im Mai komplett zusammengebrochen wären.

Man betonte aber auch, dass man bereit sei, an den Verhandlungstisch zurückzukehrn - eine Haltung, die Mexiko mit den USA ebenfalls anstrebt. Wir haben in diesem Gefüge am Freitag einen Sprung nach oben in dem Abstand der Renditen von den zweijährigen und zehnjährigen US-Staatsanleihen gesehen - also die Linie hat sich weiter von der Nulllinie entfernt und damit ist ein Rezessionssignal aus den USA zumindest etwas weniger wahrscheinlich geworden.

Gold bricht in diesem Umfeld nun dynamisch nach oben aus, nimmt Gold auf Tagesbasis den Widerstand bei 1311 Dollar wäre technisch Platz bis in den Bereich von 1380 Dollar pro Unze. Der DAX hingegen unterschreitet per Tagesschluss 11835 Punkte und schaltet damit ein Korrekturpotenzial bis 11404 Punkte frei.

Wir sehen allerdings keine weitere Abwertung des Yuan und keine neue Flucht in den Bitcoin - also kann die Preisentwicklung beim DAX und Gold auch technisch getrieben sein - Panik ist am Markt trotz der schlechten Nachrichten also nach wie vor nicht festzustellen. Im Gegenteil könnte man angesichts der sehr negativen Sentimentdaten aktuell sogar wieder auf die Idee kommen, in den kommenden Tagen nach einem Boden im Markt Ausschau zu halten.

 

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